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Displaygrößen-Studie: Kaum jemand nutzt Riesen-Smartphones

Passt es in die Hosentasche? Lässt es sich mit einer Hand bedienen? Manchmal entscheiden pragmatische Gründe darüber, welches Smartphone Menschen im Alltag nutzen. Ein besonders großes Display, wie es beispielsweise das Samsung Galaxy Note 2 mit 5,5 Zoll bietet, kann potenzielle Kunden begeistern, manche schreckt es aber auch ab.

Bislang jedenfalls scheinen Riesen-Smartphones auf dem Mobilfunkmarkt ein Randphänomen zu sein. Eine Studie der Marktforscher von Flurry Analytics legt nahe, dass die meisten Nutzer normalgroße Smartphones bevorzugen. Sogenannte „Phablets“, also Geräte, deren Displaygröße irgendwo zwischen gewöhnlichen Smartphones und kleinen Tablets liegt, haben laut Flurry einen geringen Marktanteil – Flurry bezeichnet sie sogar als „Modeerscheinung“. Bei dieser Einschätzung sollte man allerdings bedenken, dass die Geräte-Auswahl bei den „Phablets“ vergleichsweise gering ist und die Kategorie noch relativ neu.

Mittelgroße Smartphone dominieren den Markt

Bei seiner neuesten Analyse hat sich Flurry auf die 200 im Februar meistgenutzten Mobilgeräte beschränkt, die in fünf Klassen unterteilt wurden:

  1. kleine Geräte mit Bildschirmdiagonalen bis zu 3,5 Zoll (wie die meisten Blackberrys)
  2. mittelgroße Geräte mit 3,5 bis 4,9 Zoll (wie die iPhones)
  3. Phablets mit 5 bis 6,9 Zoll (wie das Galaxy Note)
  4. kleine Tablets mit 7 bis 8,4 Zoll (wie der Kindle Fire)
  5. normalgroße Tablets mit 8,5 Zoll oder mehr (wie die iPads)

Auf Grundlage dieser Aufteilung fanden die Marktforscher unter anderem heraus, dass nur drei Prozent aller aktiven Nutzer auf die „Phablets“ entfallen – und, dass auch der Anteil ihrer „App Sessions“ nur bei drei Prozent liegt. Anhand dieser Zahlen lässt sich also nicht behaupten, die Riesen-Smartphones würden aufgrund ihrer Display-Größen besonders intensiv genutzt.

Ein Unterschied zwischen der Nutzerzahl und der Nutzungsintensität fällt bei den kleinen Smartphones auf: Sie haben nur vier Prozent Anteil an allen App-Sessions, obwohl auf sie sieben Prozent der aktiven Nutzer entfallen. Insgesamt dominieren bei den aktiven Nutzern die normalgroßen Smartphones, mit einem Anteil von 72 Prozent. Es folgen die normalgroßen Tablets mit 13 Prozent.

Die Nutzungsaktivität der „Phablet“-Nutzer bleibt in erwartbarer Größenordnung, wenn die Auswertungsergebnisse auf eine konkrete Aktivität heruntergebrochen werden, wie das Spielen oder Videogucken. Normalgroße Tablets dagegen werden in Relation zu ihrer Verbreitung häufig zum Spielen genutzt.

Nach eigenen Angaben hat Flurry Daten von rund einer Milliarde Smartphones und Tablets ausgewertet. Das Unternehmen schreibt, aktuell habe es die Aktivität von über 2.000 verschiedenen Gerätemodellen festgestellt. 80 Prozent der aktiven Nutzung fand auf den 200 Modellen statt, die in die Auswertung nach Gerätegröße einflossen.

 

Übernommen aus:

www.spiegel.de/