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Stiftung Warentest checkt – Wo E-Mails am besten aufgehoben sind

In Zeiten, in denen fast jede Woche eine neue Hacker-Attacke auf E-Mail Provider bekannt wird, ist die Unsicherheit bei vielen Nutzern groß. Denn Mails verschickt fast jeder jeden Tag. Viele fragen sich: Ist mein Mail-Provider wirklich sicher?

Stiftung Warentest hat in seiner Oktoberausgabe 15 E-Mail-Dienste getestet. Gewonnen haben zwei Dienste, die noch relativ unbekannt, dafür aber sehr sicher sind. Verlierer im Test sind die wohl bekanntesten Dienste, an vorletzter Stelle Microsofts Outlook.com und an letzter Stelle Googles Gmail.

Die Verschlüsselung

Wer es besonders sicher will, der sollte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nutzen. Durch diese wird verhindert, dass an einer Stelle der Übertragung Dritte Zugang zu den versendeten Mails haben. Dieses Verfahren funktioniert auch auf Tablets und Smartphones, bei vielen Programmen wie Outlook ist bereits ein Verschlüsselungsverfahren dabei, bei Outlook heißt dieses „S/Mime“. In den meisten Fällen müssen aber Sender und Empfänger eine Verschlüsselung nutzen, damit wirklich alles sicher ist.

Der Testsieger Mailbox.org mit der Gesamtnote „Sehr Gut“ bietet eine solche Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sowie ein zweites Sicherungs-Verfahren an. Bei diesem wird der Schlüssel des Nutzers nicht privat auf einem Rechner gespeichert, sondern auf dem Server von Mailbox.org. Das ist bequem. Vorteil dabei ist, dass die Mails nun von allen Geräten gleichermaßen geschützt sind, Nachteil, dass Mailbox.org die Mails theoretisch einsehen könnte. Der Nutzer kann sich allerdings aussuchen, welche der Verschlüsselungs-Variante er bevorzugt.

Transportweg-Verschlüsselung

Wer keine Ende-zu-Ende-verschlüsselung nutzt, hat meist eine automatische Transportwegverschlüsselung (TLS) für seine Mails. Im Stiftung-Warentest-Test nutzten Freenetmail, GMX, Telekom und Web.de einen deutschen Sonderweg. Sie garantieren, dass sie untereinander alle Mails ihrer Kunden verschlüsselt übertragen. International ist hier der höhere Sicherheitsstandard Dane üblich. Diesen nutzen GMS, Mailbox.org, Mail.de, Posteo und Web.de

Die sicheren Testsieger: Mailbox.org und Posteo

Mailbox.org und Posteo erhalten im Test ein „Sehr Gut“ und kosten einen Euro pro Monat. Dafür bieten sie ein sehr hohes Maß an Sicherheit für die Nutzer. Einziger Wermutstropfen: Beide Dienste haben keine Smartphone-App.

Dafür lagern die Mails auf den Servern nie unverschlüsselt, werden nicht für Werbeeinblendungen ausgewertet und Mailverschlüsselung ist auch für Privatanwender einfach zu handhaben.

Die bequemen Verlierer: 1&1, Yahoo, Outlook.com, Gmail

Die bekannten Mail-Dienste 1&1, Yahoo, Outlook.com und Gmail belegen die letzten Plätze im Test, erreichen aber auch noch gerade so ein „Befriedigend“. Alle Dienste bekommen eigentlich gute Noten in der Bedienbarkeit und der Ausstattung ihrer Dienste. Sie fallen sogar durch besonders großen Speicher für Mails auf.

Abzug gab es vor allem für den schlechteren Datenschutz und den teilweise schlechten Schutz der Privatsphäre der Kunden. Dazu gab es Mängel im Kleingedruckten, also juristisch unzulässige Klauseln, die Kunden benachteiligen, und teilweise kritisches Datensendeverhalten.

Die Dienste sind also besonders bequem in der Handhabung, dafür aber auch besonders unsicher. Jeder Nutzer muss für sich selbst entscheiden, was für ihn wichtiger ist.

zum Artikel:

http://www.focus.de/digital/internet/stiftung-warentest-checkt-gmail-und-outlook-auf-den-letzten-plaetzen-wo-ihre-privaten-e-mails-am-besten-aufgehoben-sind_id_6001933.html

Mini-Computer: PC-Sticks können weniger als viele Käufer hoffen

Kleines Gehäuse und wenig Leistung: Die Stiftung Warentest stellt PC-Sticks und günstigen Mini-PCs ein eher schlechtes Zeugnis aus. Wer mehr Leistung braucht, muss tiefer in die Tasche greifen.

Bei extrem platzsparenden Computern müssen sich Nutzer auf wenig Leistung einstellen. PC-Sticks erledigen nur sehr einfache Aufgaben ohne Probleme, wie die Stiftung Warentest in einem Vergleich herausgefunden hat (Zeitschrift „test“/Ausgabe 10/2016).

Die kleinen Geräte von der Größe eines Schokoriegels stoßen mit ihrer schmalen Ausstattung schnell an Grenzen. Die sechs von der Stiftung getesteten PC-Sticks erreichten alle nur die Note „ausreichend“.

Schlechte Ausstattung

Die Warentester ließen die Kleinstrechner ein Prüfprogramm für Desktop-PC und Notebooks durchlaufen. Nur eines der sechs Geräte spielte nach Angaben der Stiftung dabei Full-HD-Videos ruckelfrei ab. Bei grafisch anspruchsvollen Spielen liefen die Sticks heiß und mussten mitunter nach wenigen Minuten die Prozessor-Taktung reduzieren.

Auch die übrige Ausstattung der Sticks überzeugte die Tester nur bedingt. Von den 32 Gigabyte Speicher, die die Testkandidaten jeweils mitbrachten, war jeweils schon rund ein Drittel durch die Betriebssysteme Windows 8.1 oder 10 belegt.

Die Hälfte der Sticks bietet bei Preisen von 100 bis 160 Euro auch nur einen USB-Anschluss – das reicht natürlich nicht, um Tastatur, Maus und auch noch eine externe Festplatte anzuschließen. Und für einen USB-Verteiler genügte laut den Warentestern mitunter der Strom der Kleinstrechner nicht – Nutzer bräuchten für den Betrieb ein externes Netzteil.

Mit Spielen überfordert

Bei den etwas größeren, aber auch teureren Mini-PCs zeigten sich die Warentester zufriedener, sie fanden aber auch kritische Punkte. Neun von elf Testgeräten bekamen die Noten „gut“ oder „befriedigend“.

Mehr als die Hälfte von ihnen spielte Full-HD-Videos ruckelfrei ab. Auch Standardaufgaben wie das Surfen im Internet sowie die Arbeit mit Office-Programmen erledigten die Mini-Rechner problemlos. Mit grafisch aufwendigen PC-Spielen waren sie hingegen überfordert.

Ein Mini-PC hatte weder WLAN noch Bluetooth an Bord – Käufer sollten also immer genau auf die Ausstattung achten, raten die Experten. Drei der Mini-Rechner hatten mit 32 Gigabyte auch nicht mehr Speicher als die getesteten PC-Sticks.

Die schlecht ausgestatteten Modelle bekamen dann auch die schlechtesten Noten: einmal knapp „befriedigend“, zweimal „ausreichend“. Mit 190 bis 260 Euro sind sie fast schon in der Preiskategorie der Sticks angesiedelt.

Qualität kostet

Bei Mini-PCs gilt: Qualität kostet und braucht auch etwas mehr Platz. Die besten vier Geräte im Test messen circa 20 mal 20 Zentimeter und nehmen damit mehr Fläche ein als ein DIN-A5-Blatt Papier. Weniger Platz als Desktop-PCs brauchen sie dennoch und können auch in puncto Leistung Einsteigerdesktops ersetzen, urteilen die Experten.

Preislich liegen die Testsieger zwischen 500 und 650 Euro. Am besten schnitt der Fujitsu Esprimo Q556 (Note 1,9) ab, gefolgt vom Dell OptiPlex 3040 MFF und vom Lenovo ThinkCentre M700 Tiny (beide 2,2). Auf den vierten Platz kam der Mac Mini von Apple (Note 2,3).

PC-Sticks und Mini-PCs sind zwar klein, ohne Peripheriegeräte wie Tastatur, Maus und Monitor aber nicht zu gebrauchen. Kompakte Alternativen mit Eingabegeräten und Bildschirm an Bord sind den Experten zufolge zum Beispiel Ultrabooks oder Tablets.

Aufgespürt:

www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article158634409/

Bei Anlieferung: iPhone 7 durch fremde Apple-ID unbrauchbar

Verfasst von Aaron Baumgärtner  //  7. Oktober 2016 um 15:59 Uhr  //  iPhone  //   //  5 Kommentare

Shortnews: Derzeit finden zahlreiche Kommentare ihren Weg ins Netz, die besagen, dass das neuerworbene iPhone 7 bereits mit einer fremden Apple-ID versehen war. So kann es bei gebrauchter Hardware aus zweiter Hand gut und gerne mal passieren, dass bereits eine fremde Apple-ID vorangemeldet war und diese erst durch die eigene ersetzt werden muss – bei Neuware erwartet man das jedoch nicht.

 

Nachdem das iPhone 7 aus der Verpackung genommen und eingeschaltet wurde, bekommen einige Kunden einen Bildschirm mit der bereits verknüpften Apple-ID angezeigt. Der Aufforderung diese samt Passwort zu bestätigen konnte man als unwissender Kunde natürlich nicht nachkommen – teilweise war sogar Activation Lock aktiv. Neben iPhone 7 Modellen trat dieses Problem auch bei Exemplaren des iPhone 6 und iPhone 6s auf. So berichten Nutzer, dass die fremde Apple-ID teilweise erst nach einem Zurücksetzen des Geräts aufgetaucht sei.

Die betroffenen Kunden wendeten sich direkt an Apple, wo die Verknüpfung mit der fremden Apple-ID entfernt werden konnte, nachdem bewiesen wurde, dass das iPhone legal erworben wurde. In vielen Fällen war die Abmeldung der Apple-ID jedoch nicht erfolgreich – so hilft oft nur ein Austausch des Geräts. Da Apple noch keine Stellung bezogen hat ist noch unklar wie lange das Problem schon besteht und ob es sich bei den Apple-IDs um echte Adressen handelte.

Quelle:

Übernahme – Softbank schließt Übernahme des britischen Chip-Entwicklers ARM ab

Einer der spannendsten Tech-Deals dieses Jahres ist perfekt: Der britische Chip-Entwickler ARM liegt jetzt in japanischer Hand. Was genau Milliardär Masayoshi Son mit der Firma vorhat, deren Architektur in Smartphones dominiert, ist unterdessen weiter unklar.

Kaufpreis: 24 Mrd. Pfund

Der Chip-Entwickler ARM, dessen Technologie in fast allen weltweit verkauften Smartphones steckt, gehört ab Montag offiziell dem japanischen Konzern Softbank. Die Firma des Milliardärs Masayoshi Son gab den Abschluss des Deals um 24 Mrd. Pfund (28,5 Mrd. Euro) bekannt. ARM aus Großbritannien entwirft Chip-Architekturen. Darauf werden dann Lizenzen an Hersteller verkauft – oder an Technologie-Giganten wie Apple und Samsung, die auf dieser Basis eigene Prozessoren entwickeln.

Der 69-jährige Son hat Softbank bereits zu einer Art Technologie-Gemischtwarenladen ausgebaut. Zum Konglomerat gehören Mobilfunk-Anbieter, Beteiligungen an Online-Diensten wie Yahoo, aber auch der französische Roboter-Entwickler Aldebaran mit dem menschelnden Modell „Pepper“.

Chef verschob seinen Ruhestand

Wie genau ARM ins Softbank-Geflecht passen soll, ist auch rund eineinhalb Monate nach Ankündigung der Übernahme noch unklar. Son machte aber unmissverständlich deutlich, dass der aufsehenerregende Milliarden-Deal ihm am Herzen liegt. Er verschob seinen Ruhestand und nahm dafür in Kauf, dass sein Kronprinz, Ex-Google-Manager Nikesh Arora, das Weite suchte. Und er drückte seinen bereits mit über 100 Mrd. Dollar (89,3 Mrd. Euro) verschuldeten Konzern noch tiefer in die Kreide – knapp ein Drittel des Kaufpreises werde mit Krediten finanziert, hieß es.

Eine mögliche Erklärung wäre die Entwicklung von Chip-Technologien für das „Internet der Dinge“ mit Milliarden vernetzten Geräten und dem smarten Zuhause. Prozessoren auf Basis von ARM-Architektur sind besonders stromsparend, was ihnen schon den Stammplatz in Smartphones und Tablets bescherte und auch für die Geräte-Vernetzung von Vorteil ist.

Erstmalig veröffentlicht auf:

http://derstandard.at/2000043875341/Softbank-schliesst-Uebernahme-des-britischen-Chip-Entwicklers-ARM-ab

Facebook – Ex-Mitarbeiter: Zuckerberg beinahe psychopathischen Blick

Facebook mag jener Ort im Netz sein, an dem die meisten privaten Details der Menschheit öffentlich einsehbar sind. Aus dem Unternehmen selbst soll jedoch nichts nach draußen dringen. Das ändert sich jetzt durch das Buch eines ehemaligen Angestellten, der Einblicke in die Arbeitsweise und Mark Zuckerbergs Führungsstil gibt. Antonio Garcia Martin war von 2011 bis 2013 beim sozialen Netzwerk tätig, ein Vorabdruck seines Buches ist nun bei Vanity Fair publiziert worden.

Kult

Martin erzählt darin von Zuckerbergs Blick, der „an das Psychopathische grenzt“. Facebook soll intern an einen Kult erinnern. So erinnert sich Martin daran, dass Zuckerberg mit aller Kraft Google Plus „zerstören“ wollte. Der IT-Milliardär soll in einer Ansprache an den altrömischen Cato erinnert haben, der jede seiner Reden mit einem mittlerweile geflügelten Ausspruch beendet hatte: „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.“

Google Plus zerstören

Das wollte Zuckerberg für Google Plus anwenden. Tatsächlich konnte Googles Versuch einer sozialen Plattform nicht im Geringsten mit Facebook konkurrieren. Allerdings ist zu bezweifeln, dass Facebook aktiv damit zu tun hatte. Man möchte sich gar nicht ausmalen, wie Zuckerberg momentan über Snapchat spricht, das Facebook immer mehr junge User wegschnappt – ein Milliardenangebot von Facebook war von Snapchat-Gründer Evan Spiegel einst ja ausgeschlagen worden. (red, 5.6.2016)

 

Originalbeitrag lesen:

derstandard.at/

Künstliche Intelligenz: Siri-Entwickler stellen neues Projekt Viv vor

Die neue KI der Väter von Siri soll als offene Plattform mit den verschiedensten Diensten kommunizieren und so auch komplexe Aufgaben lösen können.

Die Köpfe hinter Apples digitaler Assistentin Siri haben auf einer Konferenz in New York erstmals ihr neues KI-Projekt Viv vorgestellt. Die künstliche Intelligenz (KI) von Viv soll auch komplexere Aufgaben lösen können. Anders als Siri oder ihre Pendants Cortana und Google Now soll Viv eine offene Plattform werden, an die viele verschiedenen Dienste andocken können und die so in der Lage ist, Aufgaben zu lösen und nicht nur eine Websuche auszugeben.

Hinter Viv steckt das Startup von Dag Kittlaus und Adam Cheyer, die zuvor Siri entwickelt hatten und 2010 von Apple übernommen worden waren. 2011 verließen die beiden den iPhone-Hersteller, um an Viv zu arbeiten. Zahlreiche Kollegen aus dem Siri-Team folgten den Gründern zu Viv Labs, darunter auch Chris Brigham, der einer der ersten Entwickler von Siri war.

Dag Kittlaus demonstriert sein KI-Projekt Viv.

Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz ist ein heißes Thema. Neben den Branchenriesen Apple, Google und Microsoft steckt Amazon viel Geld und Hoffnungen in seine Alexa. Auch bei Facebook wird mit KI experimentiert, wenngleich das soziale Netzwerk auch ganz altmodisch auf Handarbeit setzt. Die Telekom kooperiert mit dem Startup i.am+, dessen KI-Plattform Aneeda ein ähnliches Anforderungsprofil wie Viv erfüllen soll.

Originalbeitrag lesen:

http://www.heise.de

Richtig aufladen: Die Wahrheit hinter den großen Handy-Akku-Mythen

Explodieren Akkus wirklich, wenn man sie über Nacht am Ladegerät lässt? Und halten sie länger, wenn man sie auf die Heizung legt? Ob im Smartphone, Notebook, Tablet oder im E-Bike: Über die Akkus in Elektronikgeräten halten sich die hartnäckigsten Mythen.

Aber welche sind Unsinn, und an welchen ist doch ein Stückchen Wahrheit dran? Vier Elektronikexperten klären die größten Mythen rund um die tragbaren Energiespeicher auf.

„Lass das Handy nie über Nacht am Strom – es kann explodieren.“

Geschichten über brennende oder explodierende Akkus stammen meist aus der Zeit der Nickel-Cadmium-Batterien. „Bei Lithium-Ionen-Akkus, die sich in heutigen Smartphones und Laptops befinden, ist das praktisch ausgeschlossen“, sagt Matthias Baumann vom Tüv Rheinland.

„Die Schutzmechanismen innerhalb der Zelle und des Ladegerätes – in dem Falle des Telefons oder des Laptops – verhindern ein Überladen.“ Funktioniert der Akku korrekt, stoppt der Ladevorgang bei voller Ladung oder zu hoher Temperatur automatisch.

„Ist der Akku voll aufgeladen, während das Gerät noch am Netz hängt, wird zunächst dessen Energie verbraucht, zum Beispiel, bis der Akku nur noch 95 Prozent hat. Dann werden die fehlenden fünf Prozent aufgeladen“, sagt Sergej Rothermel vom Batterieforschungszentrum MEET aus Münster. Das schont den Akku, der Nutzer kriegt davon aber nichts mit.

„Vor dem Aufladen sollte der Akku immer komplett leer sein.“

Korrekt – allerdings nicht für neue Batterien. „Nickel-Cadmium Batterien, wie sie früher eingesetzt wurden, litten unter dem sogenannten Memory Effekt“, sagt Tobias Placke vom MEET. Wurden die Akkus nicht komplett entladen, konnte es passieren, dass ihre Kapazität sank.

Sie „merkten“ sich, wie viel Energie zwischen den Ladezyklen verbraucht wurde. In heutigen Lithium-Ionen-Zellen gibt es diesen Effekt nicht mehr. Bei den Nickel-Metallhydrid-Akkus – also den wieder aufladbaren Batterien, die man beispielsweise in Videospielcontrollern verwenden kann – lässt sich dieser Effekt durch einen erneuten, vollständigen Ladezyklus rückgängig machen.

„Das neue Handy erst zum ersten Mal laden, wenn der Akku leer ist.“

Prinzipiell richtig, da die ersten Ladezyklen der Lithium-Ionen-Akkus die kritischsten sind. „Aber genau aus diesem Grund werden diese Zyklen bereits im Werk durchgeführt“, sagt Dirk Uwe Sauer von der RWTH Aachen. Auch ist es für die Lebensdauer eher schädlich, den Akku immer von „ganz leer“ auf „ganz voll“ aufzuladen.

„Diese sogenannten tiefen Zyklen verkürzen die Lebensdauer“, sagt Sergej Rothermel. „Flache Zyklen – also, den Akku von 20 auf 70 Prozent aufladen, sind hingegen optimal.“ Die meisten Hersteller empfehlen bei Auslieferung, den Akku zunächst vollständig zu laden. Das liegt daran, dass sie nicht voll aufgeladen ausgeliefert werden.

„Der Akku hält länger, wenn er auf der Heizung liegt.“

Ganz im Gegenteil: „Akkus sollten möglichst kühl gelagert werden. Zehn Grad Temperaturerhöhung verdoppeln die Alterungsgeschwindigkeit“, sagt Dirk Uwe Sauer. Der Forscher empfiehlt sogar, Akkus gut verpackt im Kühlschrank zu lagern. Zum Beispiel den des Laptops, wenn er hauptsächlich wie ein Desktop im Dauereinsatz auf dem Schreibtisch ist und am Stromnetz hängt.

„Allerdings sollten sie dann nicht ganz leer sein. Bei ca. 20 Prozent Ladung lassen sich Akkus am besten lagern, wenn die Lebensdauer verlängert werden soll.“ Vor dem nächsten Aufladen muss der Akku jedoch wieder Zimmertemperatur annehmen.

„Wenn du den Akku lagerst, unbedingt vorher voll aufladen.“

Für Bleibatterien, etwa für Autos und Motorrädern, gilt das tatsächlich. Bei Lithium-Ionen-Batterien nicht. „Ein Lithium-Ionen-Akku altert am schnellsten, wenn er im voll geladenen Zustand ist. Allerdings sollten Akkus auch nicht leer gelagert werden“, sagt Dirk Uwe Sauer. Durch die Selbstentladung kann es passieren, dass ein Akku zu leer wird und deshalb vom Ladegerät nicht mehr geladen werden kann.

Ein E-Bike mit leerem Akku über den Winter im Keller zu lagern ist sicherlich nicht gut. Zwar ist der Keller klimatisch gut geeignet – aber die Ladung sollte bei 20 Prozent liegen. Will man auf Nummer sicher gehen, sollte gelegentlich der Ladezustand überprüft werden.

„Während des Ladens schadet Telefonieren dem Akku.“

Kein Problem. Smartphones und Notebooks mit Lithium-Ionen-Akkus kann man problemlos während der Ladung nutzen. „Im Gegensatz zu den alten Akku-Technologien können sie diese jederzeit laden, den Ladevorgang unterbrechen und dann wieder weiter aufladen“, sagt Matthias Baumann vom Tüv Rheinland. „Das macht dem Akku nichts.“

Von:

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article155225239/

Online-Video – Youtube Connect: Google arbeitet an Live-Streaming-App

Live-Streaming von mobilen Geräten hat in den letzten Monaten einen deutlichen Aufschwung erfahren. Derzeit dominieren dabei Twitter mit seinem Periscope sowie Facebook mit Facebook Live den Markt. Das will Google nun aber offenbar ändern.

Connect

Unter dem Namen Youtube Connect arbeitet der Softwarehersteller derzeit an einer neuen Live-Streaming-App, berichtet Venturebeat. Damit erstellte Streams sollen sowohl in der betreffenden App als auch beim gewohnten Youtube im Web betrachtet werden können. Zudem werden sie automatisch abgespeichert, um für die Nachbetrachtung zur Verfügung zu stehen.

Lange Zeit gelassen

An dem Bericht verblüfft vor allem eines: Dass Google diesen Schritt nicht schon wesentlich früher vorgenommen hat. Immerhin hat das Unternehmen die notwendige Infrastruktur schon lange zur Verfügung. Dass mobiles Live-Streaming an Relevanz gewinnt, war zudem ebenfalls seit einiger Zeit absehbar.

Andere Apps

In den letzten Monaten hat Google bereits mehrere eigenständige Apps rund um seine Videoplattform veröffentlicht. So gibt es etwa mit Youtube Gaming eine ganz auf Spiele-Streaming ausgerichtete App, in den USA ist zusätzlich noch Youtube Music erhältlich.

Vorgeschmack

Übrigens ist es mittels der Creator-Studio-App schon jetzt möglich Live-Streams an Youtube zu schicken, hier fehlen aber sämtliche sozialen Funktionen, die die Konkurrenzangebote massentauglich machen. Zudem ist der Zugang zu Creator Studio beschränkt.

Wann Youtube Connect veröffentlicht werden soll, ist derzeit noch nicht bekannt. Google wollte den Bericht nicht kommentieren.

 

Gesehen:

derstandard.at

Windows 10 Mobile 10586.164 ist da: Letzter Fix vor Update für alte Geräte?

Microsoft hat heute im Zuge des allmonatlichen Patch-Days auch eine neue Version von Windows 10 Mobile für die Nutzer der ersten mit dem neuen Betriebssystem erhältlichen Smartphones sowie die Tester aus dem Windows Insider-Programm verfügbar gemacht. Die neue Windows 10 Mobile Build 10586.164 trägt die gleiche Build-Nummer wie die ebenfalls heute erschienene neue Ausgabe für den Desktop. Sie wird sowohl an die Windows Insider verteilt als auch an Kunden, die bereits ein Lumia 950, Lumia 950 XL, Lumia 550 oder Lumia 650 einsetzen, das ab Werk mit Windows 10 Mobile verkauft wurde. Der Bezug des Updates ist über die Aktualisierungsfunktion möglich, wer aktuell als Windows Insider allerdings den Fast-Ring abonniert hat, muss zusätzlich aktiv werden, um die neue Version zu erhalten.

Wie ein Microsoft-Mitarbeiter im Support-Forum des Software-Konzerns verlauten ließ, erhalten die Nutzer aus dem Slow- und dem Release-Preview-Ring des Windows-Insider-Programms das Update auf Windows 10 Mobile 10586.164 automatisch. Wer Teil des Fast-Rings ist, muss hingegen in der Windows Insider-App kurzfristig in den Slow-Ring wechseln, das Update herunterladen, um dann wieder in den Fast-Ring zu wechseln.

Der Grund dafür sei eine „Limitierung des Publishing-Systems“ von Microsoft, so der nur mit seinem Vornamen agierende Mitarbeiter des Softwarekonzerns Jason. Wer bereits eine „Redstone“-Build (Build-Nummer 14xxx) einsetzt, erhält das kumulative Update nicht. Im Grunde soll es sich bei dem neuen Update um ein im Vergleich zur in der letzten Woche veröffentlichten Build 10586.122 fast unverändertes Paket handeln, weshalb vor der Auslieferung keine separate dedizierte Testphase stattfand.

Stattdessen gehe es um die Beseitigung einiger werniger aber störender Fehler, mit denen man sicherstellen wollte, dass die neue Build für den Einsatz auf den im freien Markt erhältlichen Windows-10-Smartphones eingesetzt werden kann. Diese Angaben legen daher auch nahe, dass es sich um die letzte Aktualisierung vor dem Beginn der Verteilung von Windows 10 Mobile an Altgeräte handeln könnte.

Welche Fehler mit dem Update konkret beseitigt wurden, verriet Microsoft bisher nicht. Drittquellen wie MSMobile.pl zufolge sollen in der neuen Version Screenshots schneller gespeichert und Videos glatter wiedergegeben werden. Auch der Umgang mit PDF-Dateien im Edge-Browser wurde angeblich verbessert.

Webseite:

http://winfuture.de/news

Deutscher Städte- und Gemeindebund: Schließung von 50.000 Läden wegen Onlinehandel

Vielen Läden in den städtischen Zentren droht wegen der Zunahme des Onlinehandels die Schließung. Jetzt sollen zur Rettung die Ladenöffnungszeiten angepasst werden.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht angesichts des Booms des Onlinehandels bis zu 50.000 Läden in Innenstädten in Gefahr. „Leere Schaufenster in unseren Innenstädten führen zu einer Abwärtsspirale, die Zentren verlieren an Attraktivität“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Gerd Landsberg, den Ruhr Nachrichten.

Um gegenzusteuern, sollten die Länder den Kommunen bei den Ladenöffnungszeiten einen größeren Entscheidungsspielraum einräumen, forderte Landsberg. Der Einkauf in der Innenstadt müsse zum „Erlebniseinkauf“ werden.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, warnte vor einer weiter zurückgehenden Nachfrage in den Innenstädten: „Vor allem kleine und mittelständische Händler geraten immer mehr unter Druck. Bis 2020 könnten in der Folge des Strukturwandels bis zu 50.000 Standorte vom Markt verschwinden“, sagte Genth der Zeitung. Er forderte ebenfalls flexiblere Ladenöffnungszeiten. Der Onlinehandel sei rund um die Uhr geöffnet.

Onlinehandel wächst stark

Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet einen Umsatz von 86,7 Milliarden Euro im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Im Vorjahresvergleich entspricht das einem nominalen Umsatzplus von zwei Prozent. Der Onlinehandel wird zu diesem Umsatz einen Anteil von rund 11 Milliarden Euro beitragen.

Der stationäre Handel erzielt knapp 19 Prozent, der E-Commerce gut 25 Prozent seines Jahresumsatzes in November und Dezember.

Nach Angaben des HDE vom 24. September 2015 wurde für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum im deutschen Einzelhandel von zwei Prozent erwartet. Damit werden nach HDE-Einschätzung die Einzelhandelsumsätze in diesem Jahr bei 469 Milliarden Euro liegen. Allein im Onlinehandel werden dabei 41,7 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Plus von zwölf Prozent.

 

zur Webseite:

www.golem.de/news/deutscher-staedte-und-gemeindebund-schliessung-von-50-000-laeden-wegen-onlinehandel-1512-118251.html

Notebooks & Laptops – immer noch empfindlicher, als man denkt

Notebooks bzw. Laptops haben schon seit längerer Zeit die Desktop-PC’s bei den Verkaufszahlen überholt. Mobiles Computing ist einfach der derzeitige Trend. Dabei ist bei Notebooks vielen Anwendern nicht klar, dass die Teile, obwohl für den mobilen Einsatz konzipiert, im Grunde ziemlich empfindlich sind. Inzwischen werden zwar immer mehr Notebooks mit einem SSD-Laufwerk ausgestattet, aber es sind noch genug Notebooks mit herkömmlicher Festplatte im Angebot. Dabei muss man wissen, dass herkömmliche Festplatten gerade im Betrieb ehr empfindlich bei Stößen oder Erschütterungen sind. Man sieht immer wieder Leute, wie sie ihr laufendes Notebook herumtragen und es dann etwas unsanft auf den Tisch stellen. Dabei kann es schon zu einem Schaden an der Festplatte kommen und der Rechner verweigert seinen Dienst.

In den meisten Fällen sind dann die Computernutzer hilflos, weil ihnen einmal das Wissen fehlt, so einen Schaden zu beheben, zum anderen fehlt ihnen auch das Werkzeug, ihr Notebook selbst zu reparieren. Das Problem mit einer defekten Festplatte ist ja, dass die Leute in den seltensten Fällen wirklich regelmäßig ihre Daten sichern. Es gibt also fast immer nur eine Version ihrer wichtigen Daten und die liegt auf der Festplatte im Notebook. Um diese von einer defekten Festplatte wiederherzustellen, muss man sich dann an einen Notebook Service Berlin wenden. Ein Notebook Notdienst hat die Fähigkeit und das Handwerkszeug, um die Daten zu sichern. Darüber hinaus ist es natürlich kein Problem für einen Fachbetrieb, die Festplatte auszutauschen. Es ist auch sehr ratsam, dies von einem Notebook-Fachmann durchführen zu lassen, gerade bei Notebooks bzw. Laptops kann ein Austausch der Festplatte mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden sein und die Gefahr, dabei an dem empfindlichen Plastikgehäuse etwas kaputt zu machen, ist für einen Laien sehr groß. Eine gewisse Erfahrung sollte man für derartige Arbeiten haben.

Überschätzen Sie sich nicht, geben Sie Ihr Gerät und Ihre Daten lieber in die Hände eines erfahrenen Notebook Service Dienstes. Im Internet finden Sie genug Notebook Service Dienstleister in Ihrer Nähe.

Google Chef-Designer: Windows 10 funktioniert immer noch wie XP

Geht es nach Googles Design-Chef, so ist Windows 10 nichts weiter als ein aufgefrischtes Windows XP. Der Mann hinter dem mit Android 5.0 eingeführten „Material-Design“ hält offensichtlich nicht viel von den Fähigkeiten seiner Kollegen bei Microsoft. Matias Duarte, der bei Google als Vice President of Design für die Optik von Android und den diversen hauseigenen Apps hauptverantwortlich ist, ließ über Twitter eine Reihe von abfälligen Bemerkungen los, in denen er die Optik von Windows 10 massiv kritisierte. Offenbar ist er der Meinung, dass auch die neueste Version des Microsoft-Betriebssystems weiterhin ein altbackenes Interface-Design nutzt.
Er habe kürzlich ein Microsoft Surface Pro 4 zusammen mit Windows 10 in Betrieb genommen, berichtete Duarte gestern. Dabei sei er sich nicht sicher, warum er sich darauf gefreut habe, etwas neues auszuprobieren, denn im Grunde sei Windows 10 auch nur ein Windows XP mit einem „Flat-Design“-Skin, ätzte der Google-Designer. Das Ganze versah er mit dem Hashtag „#FutureNot“, was wohl so viel bedeuten sollte, dass die Optik keineswegs zukunftsträchtig sei.
Wenig später legte Duarte noch einmal nach und erklärte, dass Windows 10 eher aussehe, wie Windows vor 10 Jahren. Es dauerte nicht lange, bis seine Äußerungen von ersten Medien aufgegriffen wurden, doch Googles Chef-Gestalter stellte umgehend klar, dass es ihm nicht so sehr um die Design-Sprache von Windows 10 ging als vielmehr um die Art des Umgangs mit dem Betriebssystem. So habe er schlichtweg ein deutlich „anderes und spannendes Paradigma“ erwartet, doch leider sei Windows 10 auf den ersten Blick unverändert, hieß es. Er sei von Apple enttäuscht worden, was die Weiterentwicklung der Art des Umgangs mit einem Desktop-Betriebssystem angeht, sagte Duarte. Deshalb sei seine Hoffnung groß gewesen, von Microsoft Neuerungen zu sehen, doch auch in dieser Hinsicht habe es nun eine Enttäuschung gegeben.

Nachdem er diverse Antworten von anderen Twitter-Usern bekommen hatte, machte Duarte abschließend auch noch einmal klar, was er mit seinen anfänglichen Tweets eigentlich meinte. Er habe stets gemocht, was Microsoft mit Windows 8 versucht habe – nämlich das Paradigma zu ändern, also sich von Altbekanntem zugunsten neuer Ideen zu verabschieden. Er habe kein Problem damit, „wie Windows 10 aussieht“, sondern damit, dass es „genauso funktioniert wie XP“, hieß es weiter.

Was für viele Anwender heute „ein Feature ist“, sei für ihn keineswegs der Fall. Er selbst wäre wohl äußerst enttäuscht, wenn Android in zehn Jahren immer noch auf die gleiche Art und Weise funktionieren würde, gab Duarte zu. Er selbst ist in Sachen Interface-Design keineswegs ein unbeschriebens Blatt. Vor der Umstellung von Android auf das mit flachen und oft geometrischen Formen arbeitende Material-Design, war Duarte unter anderem für die Optik von Palms WebOS verantwortlich, das noch heute als richtungsweisend in Sachen UI-Design gilt.

 

Maas gegen Hatespeech auf Facebook: Das war wohl nichts

Maas gegen Hatespeech auf Facebook

Die groß angekündigten Initiative des Justizministers bringt nur dünne Ergebnisse. Die Konzerne bestimmen weiterhin, was rechtens ist.

In den Überschriften zum Thema steht: Gehasst werden darf auf diesen Plattformen nun nur noch maximal 24 Stunden lang. Spätestens dann, verpflichten sich deren Betreiber, müssen die entsprechenden Posts gelöscht sein. Klingt erst mal gut, ist aber dann doch ein bisschen komplizierter. Der genauere Wortlaut ist: Die Mehrheit von Einträgen, die als Hatespeech gemeldet wurden, werden binnen 24 Stunden überprüft – und entfernt, wenn sie rechtswidrig sind.Breaking News: Facebook hält sich künftig an deutsches Recht. Google und YouTube und Twitter auch. Das präsentierten Justizminister Maas und Vertreter von Facebook und Google am Montag in Berlin als Ergebnis von Verhandlungen gegen Hatespeech im Netz.

Das als großen Erfolg verkaufen zu müssen ist für Justizminister Heiko Maas eine sportliche Aufgabe. Im September hatte er Facebook noch einen gepfefferten Brief geschrieben, in dem er den Umgang mit rassistischen und fremdenfeindlichen Kommentaren als „Farce“ bezeichnete, eine „dringende Überprüfung“ einforderte und Vertreter der Firma ins Ministerium zitierte.

Angesichts dessen sind die nun vorgelegten Ergebnisse der daraus entstandenen Verhandlungen dünn. Man könnte auch sagen: Der Plan des Bundesjustizministers, jetzt mal richtig aufzuräumen, ist gescheitert. Statt Facebook an die Kette zu legen, schnappt der Minister ein paar Brocken auf, die die Großkonzerne ihm gnädig hinwerfen.

Wohlverpacktes Wegmoderieren

Das belegen auch andere Punkte der Vereinbarung: Facebook und Co wollen das Melden unangemessener Inhalte einfacher machen. Aber das ist auch heute schon keine Raketenwissenschaft. Außerdem verpflichten sich die Konzerne, geschulte und deutschsprachige Mitarbeiter mit der Überprüfung gemeldeter Inhalte zu betrauen. Deutsche Mitarbeiter hat Facebook auch jetzt schon – ist aber peinlichst darum bemüht, nicht allzu öffentlich zu machen, wie viele Menschen dort wie genau arbeiten. Es besteht also wenig Hoffnung, dass sich das mit einer weiteren Ankündigung, mehr Transparenz schaffen zu wollen, groß ändern wird. Mehr als wohlverpacktes Wegmoderieren ist das alles nicht.

Hinzu kommt: Natürlich ist es nicht verkehrt, volksverhetzende Gewaltaufrufe binnen 24 Stunden zu löschen. Nur was bringt das auf Plattformen, die Neuigkeiten durch Newsfeeds und Timelines pumpen, weil Posts vor allem in den ersten Stunden die größte Aufmerksamkeit genießen? Und haben die Konzerne nicht noch ganz andere technische Möglichkeiten zum schnelleren Erkennen von Hassrede in der Besteckschublade? Ob man wirklich will, dass sie die auspacken, wäre allerdings noch zu diskutieren.

Warum bestimmt nicht die Justiz?

Die Ergebnisse könnten nur ein Anfang sein, wird Heiko Maas seit Montag nicht müde zu betonen. Damit gibt er selbst zu: Nur weil er das gern möchte, krempelt Facebook seinen Umgang mit Hatespeech nicht um. Es liegt auch weiterhin im Interpretationsspielraum von Facebook und Co, zu entscheiden, was mit deutschem Recht vereinbar ist und was nicht. Warum bestimmt der Konzern und nicht die Justiz? Auch Ansätze dafür, dass die Urheber dieser Kommentare dann an deutsche Strafverfolgungsbehörden gemeldet werden, finden sich in dem Papier nicht.

Im Zentrum der Arbeit von Maas sollte doch eigentlich dies stehen: Strafverfolgung zu erleichtern, gegen Leute, die im Netz hetzen und damit gegen deutsche Gesetze verstoßen. Volksverhetzung so zu bestrafen, wie das auch im Analogen stattfindet. Hindernisse auf dem Weg dahin zu beseitigen. Der Vorteil wäre: Konzentriert man sich darauf, muss man sich nicht von multinationalen Konzernen wie ein Schuljunge behandeln lassen.

Gesehen:

www.taz.de

Social Web: Facebook-Nutzer sind richtig faul geworden

Die Mitglieder von Facebook entwickeln sich zunehmend zu Couch-Potatos, was dem sozialen Netzwerk nicht wirklich gefallen dürfte. Im dritten Quartal dieses Jahres hat nur noch ein Drittel der Netzwerknutzer ihren Status aktualisiert. Fotos teilten noch 37 Prozent mit anderen Teilnehmern.

Im Vorjahreszeitraum waren die Facebook-Nutzer noch deutlich aktiver: 50 Prozent achteten zu der Zeit auf ihren aktuellen Status, und satte 59 Prozent zeigten anderen ihre Bilder. Im quirligen Social Web sind müde – oder auch datensensible – Nutzer ein großes Problem.

Global Web Index, ein weltweit tätiges Marktforschungsinstitut mit Hauptsitzen in London und Singapur, hat die Daten ermittelt. Es liefert vor allem Daten über Verbraucherverhalten an Kunden wie Twitter, Google, Microsoft und Unilever.

Schon seit Längerem mutmaßen manche Experten, Facebook könne durch seine schiere Größe seinen Erfolg gefährden und wie ein massereicher Stern im Universum kollabieren. Zu den Heavy Usern der Anfangszeit sind vermehrt Teilnehmer gekommen, die sich einfach bei Facebook angemeldet haben, weil das alle machen und auch nur, um mal zu sehen, was da so passiert.

Beleidigungen und Hetze ersticken viele Debatten

Zu beobachten ist auch, dass viele Nutzer zunehmend vorsichtiger geworden sind – und zum Beispiel seltener als früher pikante Details aus ihrem Privatleben teilen, sich zu politischen Themen äußern oder über ihren Arbeitgeber lästern. Es sind zahlreiche Fälle bekannt geworden, in denen unbedachte Postings aus dem Affekt heraus zu einer Kündigung geführt haben. Oder zu einem Shitstorm von Teilen der Facebook-Community, dem sich niemand gern aussetzen möchte.

Vielen ist gar nicht bewusst, wer eigentlich genau sehen kann, was sie auf Facebook veröffentlichen. Die Eingrenzung der Empfängergruppe der Postings und geteilten Fotos ist im sozialen Netzwerk für Ungeübte immer noch schwer zu handhaben.

Auch fühlen sich einige Nutzer vom zuweilen hetzerischen und beleidigenden Ton einiger Debatten abgeschreckt. In einer Flut aus Hasstiraden auf Flüchtlinge gehen selbst bestens begründete Gegenargumente unter. Das frustriert.

Facebooks Geschäft läuft weiter rund

Dass Facebook-Nutzer an Elan verloren haben, heißt aber nicht, dass sie ihrem sozialen Netzwerk den Rücken kehren. Sie sind stärker denn je daran interessiert, was dort passiert: Fast zwei Drittel der knapp 1,5 Milliarden Nutzer, die Facebook monatlich nutzen, sehen täglich auf ihrem Profil vorbei.

Es ist für sie ein Ritual, auf das Icon mit dem „f“ zu klicken – morgens am Frühstückstisch, im Bus auf dem Weg zur Arbeit oder abends als letztes vor dem Einschlafen. Aber sie setzen lieber mal hier und da ein „Like“, als anderen zu zeigen, wie ihre Kinder im Halloween-Kostüm ausgesehen haben.

Dass weiterhin so viele täglich die Plattform besuchen, ist für Facebook erst einmal das Entscheidende. Was die Nutzer dort dann tatsächlich machen, ist weniger interessant. Wichtig ist, dass sie sich die Werbung auf den Facebook-Seiten ansehen. Je mehr Nutzer und je häufiger sie das tun, desto mehr Geld bekommt Facebook von den werbenden Unternehmen.

Und da scheint eine Menge in die Kasse zu kommen. Erst kürzlich hat Facebook angedeutet, dass der Umsatz im dritten Quartal um mehr als ein Drittel ansteigen wird.

Facebook will seine Nutzer aufwecken

Auf kurze Sicht läuft das Geschäft also bestens für Gründer Mark Zuckerberg und seine Kollegen. Doch ein soziales Netzwerk, auf dem nicht mehr viel passiert, wird schnell langweilig. Die Nutzer könnten sich anderen Netzwerken zuwenden.

Untersuchungen haben bereits Hinweise darauf gefunden, dass vor allem junge Leute auch Alternativen wie Instagram, Snapchat oder Whatsapp nutzen – und darüber massenhaft Fotos und Videos teilen. Spätestens, wenn die Großtante oder der eigene Vater ihnen eine Freundschaftsanfrage geschickt hat, weichen Jugendliche gern auf andere Dienste aus. Hier können sie gefahrlos Fotos der krassen Party vom Wochenende teilen, ohne dass die Eltern davon etwas erfahren.

Facebook sieht die Passivität der Nutzerschaft ebenfalls als Problem an und steuert schon seit Längerem dagegen. Das Unternehmen selbst will seine Mitglieder anregen und aus passiven Betrachtern aktive Gestalter machen. Eine Funktion, die ein wenig Hilfestellung bietet, ist das Feature „An diesem Tag“, das allerdings noch nicht für alle Teilnehmer verfügbar ist.

Damit können Nutzer, die zu faul sind, neue Posts zu formulieren, Einträge auf Knopfdruck veröffentlichen, die sie schon vor geraumer Zeit geschrieben hatten. Zusätzlich sollen neue Emojis nicht nur die Eindimensionalität des „Like“-Knopfes überwinden, sondern auch durch die differenziertere Aussage die Diskussion beleben helfen.

Haben die Appelle von Datenschützern gefruchtet?

Außerdem sorgt Facebook auf unterschiedlichen Wegen für Diskussionsstoff. Da gibt es seit einiger Zeit eine Suchfunktion, die Nutzern in Echtzeit Inhalte aus Diskussionen zu einem gewünschten Thema ausgibt. Und da sind die „Instant Articles“, die den Teilnehmern zahlreiche Presseartikel und Kommentare präsentiert, die wiederum zu Beiträgen anregen können.

Facebook selbst blendet zunehmend auch Hinweise auf anstehenden Ereignisse ein, zum Beispiel eine Mondfinsternis oder ein Spiel der Lieblingsmannschaft. Dazu wird der Nutzer aufgefordert, seine Meinung oder Einschätzung abzugeben. In den USA setzt Facebook dieses Mittel schon intensiv ein, manche Nutzer dort werden mehrmals in der Woche dazu angeregt, doch zu dem Thema etwas von

Vielleicht aber hilft das alles nichts, weil sich die Nutzungsgewohnheiten der Internetnutzer geändert haben: Sie surfen vermehrt mobil im Web. Trotz größerer Bildschirme ist es noch immer eine arge Fummelei, auf Smartphone-Displays Texte oder Fotos mit Kommentar zu erstellen und auf die Plattform hochzuladen.

Vielleicht aber sind auch die Datenschützer mit ihren Appellen mittlerweile bis zu den Nutzern sozialer Netzwerke durchgedrungen. Sie raten dringend dazu, mit persönlichen Daten im Netz sparsam umzugehen. Dazu passt es sicherlich nicht, der Facebook-Öffentlichkeit kundzutun, dass man gleich auf die Toilette geht.

 

Original:

www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article148437017/

Windows 10 – Microsoft überfordert zu viele User

Mit der Art und Weise, wie Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 10 den Computernutzern aufdrängt, wird immer unangenehmer. Es ist ein ehernes Gesetz, seit es Windows überhaupt gibt. Installiere nie eine neue Windows-Version auf ein bestehendes Windows Betriebssystem. Und genau das bietet Microsoft den Millionen Windows Nutzern über die Windows Update-Funktion an. Viele Leute, die eigentlich mit ihrem Windows 7 oder Windows 8.1 zufrieden sind und sich eingearbeitet haben, installieren sich Windows 10, um die nervigen Einblendungen abzustellen, die einen ständig an das Upgrade erinnern. Das Upgrade mag an den meisten Rechnern funktionieren, die meisten User haben keine Probleme mit Windows 10, dennoch gibt es einfach zu viele, bei denen ein Arbeiten aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich ist. Nach dem Upgrade auf Windows 10 gibt es sehr häufig Probleme mit der Anti-Virussoftware, mit Gerätetreibern und einzelnen Funktionen, die plötzlich nicht mehr da sind. Auch die Optik ist anders, da muss man sich auch wieder umgewöhnen, was die meisten User hassen. Gerade mit Druckern, Wlan-Modulen, Scannern gibt es mitunter große Probleme. Bei einigen Laptop-Modellen funktioniert die Software nicht mehr, die die sogenannten FN-Tasten steuert. Die Folge: Man kann nicht mehr das Wlan aktivieren oder die Lautstärke per Taste ändern. Im schlimmsten Fall, den ich schon selbst erlebt habe, startet nach dem Upgrade auf Windows 10 der Rechner nicht mehr. In den Fällen, bei denen Windows 10 aus solchen Gründen nicht nutzbar ist, hat man für eine gewisse Zeit die Möglichkeit, auf die vorherige Betriebssystemversion zurück zu kehren. Aber auch das birgt Risiken, dass es etwas schief geht.

 

Alles in Allem muss man feststellen, dass die Vorgehensweise von Microsoft zumindest unglücklich ist. Zu viele User erleben eine böse Überraschung beim Upgrade und müssen sich beim PC Service Berlin professionelle Hilfe holen.

Steam Controller im Test: Gamepad-Revolution vorerst abgesagt

Ein neues Gamepad soll PC-Spiele wohnzimmertauglich machen, Maus und Tastatur auf dem Sofa ersetzen. Doch an den Erwartungen muss der Steam Controller scheitern.

 

Die Zukunft liegt gut in der Hand. Das Plastik fühlt sich anfangs etwas billig an, die Form ungewohnt klobig. Aber schon nach Minuten denkt man nicht mehr an den Steam Controller. Es sei denn, man muss gerade eine kleine Schaltfläche anklicken. Das geht so schnell wie am Laptop, merkt man dann und lehnt sich zurück. Plötzlich kann man auf dem Sofa Civilization bedienen, das Spiel ist einen Salat aus Menüs. Der Mauszeiger huscht präzise zu den Eingabefeldern, die Weltkarte gleitet sanft vorbei.

Seit Jahren setzen viele Spieler große Hoffnung in den PC: Er soll Playstation und Xbox ablösen und auch im Wohnzimmer die einheitliche Lösung zum Spielen werden. Das würde auch endlich die Kämpfe um Exklusivtitel beenden, mit dem Konsolenhersteller ihren Kunden auf die Nerven gehen. Es gibt keinen guten Grund, dass bestimmte Spiele nur auf bestimmten Konsolen laufen. Die Hardware ist überall ähnlich. Alle diese Kisten sind eigentlich PCs. Warum soll also ein ganz normaler PC, direkt an den Fernseher angeschlossen, nicht zum Spielestandard werden?

Das Ende der Spielkonsolen?

Computerspiele als Remakes Laras Haar weht jetzt natürlicher

Viele halbherzige Versuche hat es gegeben, den PC in die Wohnzimmer zu bringen. Es gibt Spiele-PCs in besonders kleinen Kisten, Funktastaturen mit integriertem Touchpad. Aber mit Macht können nur zwei Firmen wirklich versuchen, die Revolution anzuzetteln: Microsoft – aber die verkaufen lieber ihre mäßig erfolgreiche Konsole Xbox One. Zweitens Valve, Betreiber von Steam, der größten Download-Plattform für Spiele. Der probiert es jetzt mit dem Steam Controller.

Ein Kernproblem ist seit langem ungelöst: Auf dem PC sind Adventures, Simulationen, Management- und Strategiespiele populär. Sie alle lassen sich nur mit Maus und Tastatur gut bedienen. Auch Egoshooter kann man damit deutlich präziser steuern als mit einem Gamepad. Wenn der PC ohne Maus ins Wohnzimmer einzieht, verliert er einige seiner besten Seiten. Der Steam Controller soll das fehlende Puzzleteil im Masterplan sein: Alles soll sich komfortabel bedienen lassen, egal ob ein Spiel bisher mit Gamepad oder Maus gespielt wurde.

Die Lösung sieht erstaunlich simpel aus. Jeder Laie könnte den Steam Controller mit einem normalen Gamepad verwechseln. Die äußere Form ist dieselbe. Aber er hat nicht zwei kleine Joysticks, sondern nur einen. Dafür finden sich auf der Oberseite runde Flächen, die wie das Touchpad eines Laptops aussehen. So lassen sie sich auch bedienen. Die rechte Fläche ist in vielen Spielen der direkte Mausersatz. In Strategiespielen oder Adventures schiebt man den Mauszeiger mit dem Daumen ans Ziel. Das klappt genau so gut wie am Laptop. In Egoshootern bewegt man sich mit dem Joystick auf der linken Seite, und steuert die Blickrichtung mit dem Touchpad auf der rechten. Das ist erst ein merkwürdiges neues Gefühl. Aber auch daran gewöhnt man sich nach wenigen Minuten.

Der Fernseher ist weit weg

Dann will man sich eigentlich begeistern lassen von dem ersten wirklich neuen und ausgereiften Eingabegerät seit Jahren. Aber Spielen mit dem Steam Controller hakt schnell. In einigen wenigen Spielen wird er nicht erkannt, dann bewegt sich ohne erkennbaren Grund gar nichts. In den meisten wird man durch einen kurzen Konfigurationsprozess geleitet. Man muss nicht für jedes Spiel jeden Knopf des Controllers zuweisen, sondern wählt eine von mehreren Voreinstellungen aus. Aber hundertprozentig passen die selten. Also muss man im Spiel pausieren und auf einem neuen Menübildschirm die Befehle so auf die Knöpfe verteilen, wie man es gern hätte. Umständlich. Für PC-Spieler, die Mods selbst installieren und Grafikkarten austauschen, ist der Arbeitsschritt trivial. Für die gemütliche Mehrheit, die sonst lieber an der Spielkonsole spielt, sind diese Hürden zu hoch. Statt abends auf dem Sofa entspannt zu spielen muss man nun überlegen, wie man das Unterhaltungsprogramm gern bedienen würde.

Spiele sind weit weg

Noch problematischer sind die eigentlichen Spiele. Die wissen in der Regel noch nichts vom Controller und geben deswegen hartnäckig falsche Hinweise. Sie fordern Spieler auf, die rechte Maustaste zu drücken – am Steam Controller ist das meist der Abzug links hinten. Oder vielleicht sollen sie das E auf der Tastatur drücken. Dann wird es schwierig. Das könnte jeder Knopf sein: A, B, X und Y tauchen als Buchstaben auf dem Controller auf, aber es gibt auch kleine Pfeiltasten, Schultertasten, und als Neuheit auf dem Steam Controller sogar Rückentasten.

Selbst ohne diese Hürde sind viele PC-Spiele einfach nicht auf das Wohnzimmer vorbereitet. Das grundlegende Problem bei Spielen mit viel Text liegt in der Schriftgröße. Sie ist in aller Regel zu klein. Nur selten kann man sie vergrößern. So huscht ein Spiel wie Civilization zwar sanft über den Fernseher, aber wenn sich ein Textkasten öffnet, dann lehnt man sich unweigerlich nach vorn. Und wünscht sich doch wieder zurück an den Schreibtisch.

Ein Controller allein macht eben noch keine Revolution. Der Steam-Controller hätte ein wichtiges Teil in einem größeren Plan sein können. Aber die anderen Teile fehlen noch.

 

Original:

http://www.sueddeutsche.de/digital/

Milch statt Business-Deals – Microsofts Sprachassistentin blamiert ihren Chef live auf der Bühne

Eigentlich wollte Microsoft-Chef Satya Nadella auf der Konferenzbühne zeigen, wie gut sein neuer Sprachassistent Cortana funktioniert. Leider zeigte das Programm ihm jedoch statt der gewünschten Risikogeschäfte Möglichkeiten zum Milchkaufen an.

Microsofts digitale Sprachassistentin Cortana hat Konzernchef Satya Nadella bei einem Auftritt hängenlassen. Nadella wollte bei einer Konferenz des Software-Anbieters Salesforce demonstrieren, wie man sich in einer Firma per Spracheingabe aktuell vom Scheitern bedrohte Deals raussuchen lassen kann. Stattdessen zeigte Cortana Möglichkeiten zum Milch-Kauf an.

Die Software verstand Nadellas Satz «Show me my most at risk opportunities» nämlich als «Show me to buy milk at this opportunity». Nach dem zweiten Fehlschlag entfuhr Nadella ein frustriertes «Oh, komm‘ jetzt».

Zweiter Versuch brachte die richtige Lösung

Nach dem Versuch wurde die richtige Information bei dem Event in der Nacht zum Donnerstag von Mitarbeitern hinter den Kulissen auf Nadellas Demo-Computer aufgerufen.

Auch Apple hatte schon Probleme mit seiner Sprachassistentin Siri auf großer Bühne. So bat Marketingchef Phil Schiller Siri bei einer Demonstration auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni, den Song aus dem Film «Selma» abzuspielen. Die Software rief stattdessen das Lied «Selene» der Band Imagine Dragons auf. Im zweiten Anlauf lief dann der richtige Song.

 

Siehe hier:

http://www.focus.de/digital/computer

Apple-Betriebssystem: iOS 9 erhöht die Akkulaufzeit von iPhones deutlich

Produktpflege par excellence: iOS 9 ist da und ist unterm Strich das bessere iOS 8. Kein wirklich neues System, sondern eine konsequente Weiterentwicklung.

Sinnvolle, frische Funktionen, gepaart mit durchdachten kleinen Änderungen an bestehenden Features machen aus dem Update ein Rundum-sorglos-Angebot, das niemand so recht ablehnen kann, aber auch keinen Nutzer vom Hocker haut. Die Redaktion hat sich iOS 9 in der Golden Master genauer angesehen und zeigt die wichtigsten Neuerungen.

iOS 9 kommt für (fast) alle

Die beste Nachricht bei der Vorstellung von iOS 9: Das neue System soll auf allen Geräten laufen, auf denen bereits heute iOS 8 funktioniert! Dazu will Apple einige Optimierungen in iOS 9 vorgenommen haben: So soll sich die Größe von App-Downloads künftig drastisch verringern; beim Download aus dem Store lädt sich nur noch der Teil des Programmcodes, der auch wirklich nötig ist. Eine gute Idee, die manchem 16-Gigabyte-Gerät mehr Leben einhauchen dürfte – zumal Apple auch das iPhone 6S mit 16 Gigabyte anbietet.

Gespannt darf man sein, ob das neue System wirklich schneller ist. Von einem höheren Arbeitstempo würden vor allem ältere Geräte wie das iPhone 4S oder das iPad der dritten Generation profitieren.

So verlangsamte iOS 8 beispielsweise die Anzeige von Fotos. Immerhin: Beim ersten Ausprobieren lief iOS 9 nicht nur vergleichsweise stabil, sondern auch angenehm flott.

 

Installation trotz knappen Speichers

Apple hat dazugelernt: Beim Update auf iOS 8 mussten viele Nutzer haufenweise Apps und Daten löschen, damit das Update überhaupt auf das Gerät passte. Bei iOS 9 gibt es solche Probleme nicht mehr: Das Update benötigt weniger freien Speicher als der Vorgänger – 1,3 statt 4,6 Gigabyte. Beim ersten Ausprobieren auf iPhone 6, iPhone 6 Plus und iPad Air 2 dauerte das Aufspielen entsprechend nur wenige Minuten.

Nach erneutem Eingeben der Apple ID waren die Geräte sofort wieder betriebsbereit. Sollten 1,3 Gigabyte nicht mehr auf das iPhone passen, hält iOS 9 eine neue Funktion bereit: Auf Wunsch deinstalliert das System für die Dauer der Aktualisierung einige Apps, um den nötigen Platz zu schaffen.

So stellt iOS 9 nach erfolgter Installation alle Apps mitsamt der Daten wieder her, damit nichts während der Übergangsphase verloren geht. Gleichzeitig hat Apple die Preise für iCloud-Speicher gesenkt: 50 GB gibt es jetzt für 99 US-Cent pro Monat, ein Terabyte für 9,99 US-Dollar.

Move to iOS für Android-Umsteiger

Apple will auch Android-Nutzern den Umstieg auf ein iPhone leichter machen. Dazu haben die Apple-Programmierer eine eigene Android-App geschaffen: „Move to iOS“ soll laut Tim Cook in Kürze im Android App Store zu haben sein.

Es dürfte wohl selten eine App geben, die Google lieber geblockt hätte. Aber ein offensichtliches Blocken von Konkurrenten im eigenen Store dürfte sich Google nicht trauen, besitzt Google doch so das Monopol des einzigen vorinstallierten App Stores auf den Android-Geräten.

Nur für die neue S-Klasse

Eine der größten Neuerungen bei den neuen iPhone 6S und iPhone 6S Plus ist die Steuerung 3D Touch. Dahinter verbirgt sich eine Art rechte Maustaste fürs Smartphone: Drückt man stärker auf den Bildschirm, erscheint auf dem Display ein Pop-up-Fenster. In diesem kann man weitere Funktionen sehr schnell auswählen. Oder man erhält eine Vorschau, etwa auf ein in der Galerie angewähltes Foto.

Die Besonderheit: Man verlässt das aktuelle Fenster nicht, nach Loslassen des Displays ist man wieder an derselben Stelle wie zuvor. Grundsätzlich sollte sich iOS 9 so anpassen lassen, dass auch die Vorgängermodelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus das Ganze ähnlich nutzen können: So wäre denkbar, dass das 3D-Touch-Pop-up sich bei älteren Modellen statt durch Druck durch längeres Halten des Fingers auf eine Stelle auslöst. Leider aber hat Apple keine entsprechende Funktion verraten.

Endlich mit Stromspar-Modus

Laut Apple soll ein iPhone unter iOS 9 schon im normalen Betrieb etwa eine Stunde länger mit einer Akkuladung durchhalten als unter iOS 8. Und tatsächlich: Bei der aktuellen Version ist die Laufzeit deutlich besser. Wie bei Android und Windows Phone gibt es außerdem einen speziellen Stromspar-Modus (Low-Power-Modus), unter dem das Gerät weniger Energie verbraucht.

Nach Aktivierung dieses Modus kommen laut Apple-Versprechen drei weitere Stunden hinzu. Dazu schaltet iOS Push-Dienste ab, Apps aktualisieren sich nicht mehr im Hintergrund und die Parallax-Effekte auf dem Homescreen entfallen. In den Einstellungen lässt sich zudem ablesen, welche Apps in den letzten Stunden am meisten Strom verbraucht haben.

Siri denkt mit

Nach dem Vorbild von Google Now und MicrosoftCortana entwickelt sich Apples Siri jetzt zu einem kompletten persönlichen Assistenten – und versucht automatisch vorauszuahnen, was der Nutzer gerade tun will (Siri Pro-Active). So kann iOS 9 in dem Moment, wo der Nutzer einen Kopfhörer einsteckt, automatisch die zuletzt gehörte Musik starten.

Oder das Hörbuch im Auto aufrufen, wenn das iPhone sich mit der Freisprecheinrichtung des Fahrzeugs verbindet. Termineinladungen, die via E-Mail ankommen, landen automatisch als vorläufiger Termin im Kalender (aber ohne automatische Bestätigung). Zeitgebundene Erinnerungen, die der Nutzer via Siri einspricht, erscheinen ebenfalls im Kalender.

Ist Apple sicherer als Google?

In einem Punkt will sich Apple von Google und Microsoft abgrenzen: Während dort ein Großteil der Intelligenz in der Cloud liegt, betont Apples Software-Entwicklungschef Craig Federighi, die Auswertungen erfolgten rein lokal: „Alles passiert auf dem Gerät! Und es bleibt auf dem Gerät, unter Ihrer Kontrolle.“ Die Intelligenz sei mit der Apple ID nicht verbunden und werde auch nicht mit anderen Firmen geteilt.

iOS 9 bringt zudem weitere Sicherheitsfunktionen mit: Bei Handys, die sich per Fingerabdruck (Touch ID) entsperren lassen, setzt Apple einen sechsstelligen Sperrcode als Standard. Außerdem erleichtert der Konzern die Verschlüsselung von Datenverbindungen unter iOS 9.

Das Tablet wird erwachsen

Einige Funktionen von iOS 9 hat Apple speziell für das iPad entwickelt. Sie sollen den Einsatz des Tablets als Notebook-Ersatz erleichtern. So lässt sich die Bildschirmtastatur wie ein Notebook-Trackpad nutzen. Und wer eine richtige Tastatur an sein iPad anstöpselt, erhält neue Tastenkürzel, etwa für den Wechsel zwischen Apps.

Noch wichtiger: Wie schon fürs kommende Mac-Betriebssystem Mac OS X El Capitan angekündigt, lassen sich endlich auch am iPad zwei Apps in separaten Fenstern nebeneinander nutzen. Das bedeutet auch, dass beide Apps in echtem Multitasking parallel laufen.

Die Sache hat allerdings einen Haken: Den neuen Mehrfenster-Modus gibt es ausschließlich für das iPad Air 2. Bei älteren iPads lässt sich aber immerhin eine App zum schnellen Einblenden vorgeben.

Mehrfenster-Funktion am iPhone

Für die Videowiedergabe lässt sich das Multitasking übrigens auch auf dem iPhone nutzen, innerhalb derselben App ist der Nutzen allerdings begrenzt: So kann der Nutzer ein laufendes Video in der YouTube-App per Fingerwisch nach unten in ein verkleinertes Fenster bringen und dort weiter ansehen, während er gleichzeitig in der Liste der Video-Suchergebnisse scrollt. Nach einem Wechsel in eine andere App bleibt das Videofenster aber nicht im Vordergrund.

Apple Pay – Nichts Neues für Deutschland

Im Juli startete das Handy-Bezahlsystem Apple Pay in Großbritannien; beteiligt sind mehr als 70 Prozent der dortigen Banken und über 250.000 Verkaufsstellen. Künftig sollen auch spezielle Kunden-Bonuskarten oder -Kreditkarten erhältlich sein.

Und während die Passbook-App früher vor allem zum Speichern von Tickets taugte, übernimmt die Nachfolge-App Apple Wallet jetzt auch die Bezahlung selbst. Von einem Start in Deutschland war bisher allerdings nichts zu hören.

Notizen aufgehübscht

Dank Continuum-Verbindung lassen sich Notizen geräteübergreifend auf iPhone, iPad und Mac festhalten. Außerdem hat die Notiz-App unter iOS 9 jetzt eine Formatierungsleiste und per Finger lassen sich kleine Zeichnungen malen. Super – die Funktion begeisterte schon beim ersten Ausprobieren. Der Abgleich mit dem Mac klappte allerdings erst, nachdem die Tester dort das Update auf Mac OS X El Capitan aufspielten.

Die Nachrichten-App

Mit der neuen News-App will Apple-Nachrichten leichter lesbar machen: Texte, Fotos und sogar Videos stehen dort in optimierter Form bereit – eine Herausforderung für Konkurrenz-Apps wie Flipboard. Auf deutschen Geräten von iOS 9 war die News-App aber auch in der öffentlichen Beta nicht zu finden.

Mehr Öffis

Nach anfänglichen Schwierigkeiten taugt Apple Maps inzwischen durchaus als Alternative zu Google Maps. Mit iOS 9 bringt Apple Maps auch öffentliche Nahverkehrsmittel auf die Karte; zu jeder Station erscheinen zudem mehrere Alternativstrecken, zuletzt funktionierte das allerdings nur in Berlin.

Außerdem sind Zeitangaben zu Fußwegen enthalten. Was die Verfügbarkeit angeht, so bietet Google allerdings deutlich mehr. In vielen Städten kennt Apple die Bahn- und Busverbindungen noch nicht und schlägt stattdessen einen Spaziergang vor.

Kleine Aufmerksamkeiten

Am erfreulichsten dürften für die meisten Nutzer aber die intelligenten Kleinigkeiten sein, die Apple mit iOS 9 auf das System bringt. So ist es für Nutzer eines 4,7-Zoll-iPhones nun leichter, einen Umlaut zu schreiben (lange auf den Buchstaben drücken) und viele Apps erkennen Flugnummern automatisch. Im nächsten Update auf iOS 9.1 stecken außerdem über 100 neue Emoji (mitsamt Mittelfinger), damit der Chat immer schön lebendig bleibt.

Einschätzung: Auf den ersten Blick enttäuscht der Mangel an Innovationen unter iOS 9. Vieles davon gibt es unter Android, Windows Phone oder in Drittanbieter-Apps schon länger. Der Mehrfenster-Modus etwa findet sich auf Samsung-Galaxy-Phablets schon ewig, auf dem PC seit Windows 7.

Auf den zweiten Blick muss man zugeben: Die präsentierten Neuerungen sind praxisnah, überzeugen schon bei den ersten Beta-Versionen im Test. Spannend bleibt, wie gut iOS 9 wirklich auf Uraltgeräten wie dem iPhone 4S läuft. Mehr Akkulaufzeit, sparsamer Speicherverbrauch und eine bessere Suchfunktion dank Siri machen das iPhone im Alltag tatsächlich deutlich nützlicher.

In zwei Punkten enttäuscht iOS 9 aber dennoch: Wichtige Nutzerwünsche wie ein Mehrnutzer-Modus oder die Unabhängigkeit von iTunes für die PC-Verbindung fehlen weiterhin. Offene Standards wie das Bezahlen via NFC, die Audio-Kopplung von Bluetooth-Lautsprechern per NFC und der Datenaustausch über Bluetooth sind nicht an Bord. Und nicht zuletzt funktionieren viele der groß angekündigten Neuerungen zunächst nur in den USA.

 

Originalbeitrag lesen:

http://www.welt.de/wirtschaft

Google gründet neuen Mutterkonzern Alphabet, bekommt neuen Chef

Der Internetgigant Google hat einen breit angelegten Umbau seiner Unternehmensstruktur bekanntgegeben – in dessen Rahmen Google mit Sundar Pichai den CEO-Posten bei Google selbst übernimmt, während der Internetkonzern unter eine neue Muttergesellschaft gestellt wird, die den Firmennamen „Alphabet“ trägt.Alphabet selbst wird künftig eine Reihe von Unternehmen unter seinem Dach vereinen, die bisher teilweise eigentlich Dienste von Google sind, aber auch eigenständige Ausgründungen. So sollen einerseits die Internet-bezogenen Angebote von Google der neuen Firma untergeordnet werden, andererseits aber auch die anderen zu Google gehörenden Firmen, deren Geschäftsfelder Bereiche wie Gesundheitsprodukte oder Biotechnologie abdecken.

Google-Mitgründer Larry Page wird künftig der CEO von Alphabet sein, während der andere Google-Miterfinder Sergey Brin die Rolle des Vorstandsvorsitzenden übernimmt. Sundar Pichai, der bisher vor allem durch das mobile Betriebssystem Android bekannt wurde, wird hingegen neuer Chef von Google Inc., dem größten Umsatzbringer unter den Fittichen von Alphabet.

Zu dem neuen Unternehmensimperium gehören auch Firmen wie die Biotechnologie-Spezialisten von Calico, der Investment-Arm Google Ventures, Google Capital, die Forschungsabteilung Google X und diverse andere Abteilungen. Es geht wohl vor allem darum, das Hauptgeschäft von Google stärker von den anderen Aktivitäten des Unternehmens zu trennen, um sie besser verwalten zu können und flexibler zu werden.

Page und Brin übernehmen nun eher strategische Rollen, während der Alltagsbetrieb in die Hände ihrer vertrauenswürdigen Manager abgegeben wird. Der Name Alphabet steht dabei für die Zusammenfassung der diversen Unternehmensteile – so soll Google zum Beispiel das „G“ im neuen Firmenkatalog von Alphabet darstellen. Wie so oft wählen die Google-Gründer ein kurioses Konzept für das Branding des neuen Konzerns, unter dem Google jetzt steht. So lautet die Web-Adresse der Firmen-Homepage abc.xyz.

 

Gesichtet bei:

winfuture.de/news,88388

Ein Selfie kann dich töten!

Nicht kleckern, sondern klotzen, sagte das Innenministerium in Russland, als es eine neue Kampagne für Jugendliche startete. Landesweit gibt es Werbespots, Straßenplakate und auch eine Website und eine Hotline stehen bereit. Aber es geht nicht um Patriotismus oder Putins-Wiederwahl, es geht um Selfies. Genauer gesagt um lebensgefährliche Selfies.

Was sich zuerst wie eine leicht absurde Bürokraten-Idee anhört, hat einen ernsten Hintergrund. Wegen riskanter Selfies haben sich in diesem Jahr weit über 100 Russen schwer verletzt, Dutzende sollen bei der Suche nach dem perfekten Selfie gestorben sein. Wie konnte das passieren? Die Russen sind verrückt nach Selfies, wie der Rest der Welt. Aber weder Duckface, noch der ultimative Belfie-Shot bringen jemand um. Der neueste Trend im osteuropäischen Netz heißt „Mädchen + Döner“ – auch das hört sich nicht gefährlich an.

Das Selfie ist das neue Russische Roulette

Das Ministerium weiß es besser: „Ein cooles Selfie kann dein Leben kosten“, warnt ein Booklet, um in einzelnen Tipps zu verraten: „Ein Selfie mit einer Schusswaffe ist tödlich.“ In Russland verbinden sich mehrere Risikofaktoren zu einem explosiven Gemisch. Da wären der allgemeine Hang zu gefährlichen Sportarten, die Geringschätzung von Risiken, Alkoholkonsum und die Verfügbarkeit von Waffen. Auch die wilde Natur des Landes ist nicht ohne Risiken, ausdrücklich wird vor dem Herumposen vor wilden Tieren – wie vor Bären, dem russischen Nationalsymbol – gewarnt.

Hang zum Risiko

Spektakuläre Fälle illustrieren die russischen Exzesse. Im Januar starben zwei junge Männer im Ural. Auf ihrem letzten Selfie halten sie eine entsicherte Granate mit abgezogenem Stift – das Smartphone überlebte die Explosion, die Männer nicht. In der Oblast Rjasan starb ein Teenager wegen eines Bildes auf einer Eisenbahnbrücke, nachdem der Junge die stromführenden Leitungen berührte. Anna K. starb in Moskau, als sie beim Knipsen von einer Brücke stürzte. Ebenfalls in Moskau schoss sich eine Frau aus Versehen in den Kopf, sie überlebte den Selfie-Unfall dank rascher Hilfe. Yelena Alexeyeva,  Sprecherin des Innenministeriums, erklärte die Hintergründe der Presse: „Traurigerweise nehmen diese schweren Unglücke von Selfie-Liebhabern ununterbrochen zu. Seit Beginn des Jahres mussten wir Hunderte von Verletzungen registrieren.“ Hinzu käme eine ungewisse Dunkelziffer. „Also das ist ein echtes Problem mit häufig schrecklichen Folgen.“

Gefährliche Vorbilder

Roofers tragen ihren Namen, weil sie auf den Dächern hoher Gebäude posieren.  Sie suchen bewusst Orte mit extremen Risiken für ihre spektakulären Videos und Filme auf, sind aber eher als die Nachahmer in der Lage, die Gefahr abzuschätzen. Auch Profis aus dieser Szene mahnt Yelena Alexeyeva: „Bevor ihr ein Selfie macht, denkt daran, dass eure Likes jemand anders auf eine Reise in den Tod schicken können. Sein Bild erscheint dann post mortem.“ 

Ein unnötiges Risiko. Mädchenbilder mit Döner sind in Russland der Trend und weit ungefährlicher.

Solche Selfies sieht der Kreml gern: Eine bekannte prorussische Internetaktivistin lichtet sich vor Putin ab.

 

Webseite:

http://www.stern.de

Android M: Erstes Update für Developer Preview

Die Developer Preview 2 verbessert Details der neuen Berechtigungsverwaltung und behebt einige Bugs. Erhältlich ist es für einige Nexus-Geräte. Gleichzeitig bestätigte Google, im Zeitplan zu liegen und Android M im Herbst zu veröffentlichen.

Google hat das erste Update für die Vorabversion der nächsten Android-Version herausgebracht, die Developer Preview 2 von Android M. Es ist für die Nexus-Smartphones 5 und 6, das Tablet Nexus 9 und die TV-Box Nexus Player erhältlich, entweder direkt am Gerät oder auf der Download-Seite. Die Updates des SDK, der Dokumentation und der Emulator-Images liefert wie üblich der SDK-Manager.

Das Preview 2 verändert vor allem einige Details der neuen Rechteverwaltung von Android M, wie Google ausführlich erklärt. Einige weitere Aktionen darf nun jede App ohne Rückfrage durchführen, beispielsweise einen Fingerabdruck-Sensor verwenden oder das WLAN ein- und ausschalten. Der Schreibzugriff auf SD-Karten und USB-Geräte hingegen erzeugt nun eine Rückfrage beim Nutzer. Die Sicherheitseinstellungen gelten nun auch für vorinstallierte Apps, auch diese müssen also beispielsweise SD-Zugriffe vom Nutzer genehmigen lassen. Zudem kann eine App abfragen, ob der Nutzer ihr ein Recht schonmal verweigert hat. Google stellt sich vor, dass die App dann eine Erklärung liefern könnte, wofür sie das Recht benötigt.

 

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Gleichzeitig bestätigt Google den Zeitplan von Android M: Die fertige Version soll im Herbst erscheinen, die API will Google bald finalisieren. Allerdings war das Preview 2 schon für Juni versprochen, es hat also fast zwei Wochen Verspätung. Ein Preview 3 soll noch im „late July“ erscheinen, was sich nun aber möglicherweise auf den August verschiebt. (jow)

Adresse der Quelle:

www.heise.de/newsticker/meldung/

Unsichere Apps: Millionen Kundendaten gefährdet

 

Unsichere Apps

Noch immer gehen App-Entwickler fahrlässig mit Benutzerdaten um. Eine Studie des Fraunhofer SIT ergab, dass mehrere Millionen Datensätze in der Cloud gefährdet sind – wegen eines zu laxen Umgangs mit der Authentifizierung.

Entwickler legen immer noch bevorzugt geheime Schlüssel und Token für den Zugang zum Cloudspeicher ungeschützt in ihren Apps ab. Mit nur wenig Aufwand lassen sie sich auslesen. Damit könnten sich Kriminelle Zugang zu Datenbanken etwa in den Amazon Web Services (AWS) oder bei Facebook verschaffen. Bis zu 56 Millionen Datensätze seien so gefährdet, schätzt das Fraunhofer Institut für Sicherheit in der Informationstechnik (SIT).

Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und Experten bei Intel untersuchte das Fraunhofer SIT in einem automatisierten Verfahren etwa zwei Millionen Apps in Googles Play Store und Apples App Store. In vielen sei die einfachste Form der Authentifizierung für den Zugang zu Cloud-Anbietern umgesetzt. Den Entwicklern sei offenbar nicht bewusst, wie unzureichend die von den Apps gesammelten Daten damit geschützt seien.

Uneingeschränkter Zugang zu Kundendaten

Bei ihren Versuchen konnten die Wissenschaftler nicht nur höchst persönliche Daten auslesen, etwa wer mit wem bei Facebook befreundet ist oder gesundheitliche Informationen einiger App-Benutzer. Mit Hilfe der eigentlich geheimen Schlüssel hätten sie komplette Benutzerdatenbanken auslesen oder sogar manipulieren können.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass Anwender sich kaum aktiv schützen können. Sie sollten daher vorsichtig sein, welcher App sie persönliche Informationen anvertrauen. Entwickler hingegen sollten sich über die Sicherheitsvorkehrungen der Cloud-Anbieter besser informieren und restriktivere Zugangskontrollen in ihren Apps implementieren. Die Forscher haben bereits einige Entwickler über besonders kritische Schwachstellen informiert.

Cloud-Anbieter müssen handeln

Auch mit den Anbietern der Cloud-Dienste stehe das Fraunhofer SIT in Kontakt. Sowohl Amazon als auch Facebooks Parse.com, Google und Apple wurden über den Befund informiert. Den Cloud-Anbietern obliege ebenfalls die Verantwortung, die App-Entwickler dazu zu bringen, nicht nur die schwächsten Authentifizierungen zu nutzen. Außerdem sollten die Cloud-Anbieter nicht bequeme, sondern möglichst sichere Standards zur Pflicht machen.

Das Problem ist nicht neu. Bereits im Juni 2014 machten Forscher an der New Yorker Columbia-Universität eine ähnliche Untersuchung und legten dabei Tausende geheime Zugangs-Token für Amazons Web Services offen. Die Forscher kritisierten damals, dass viele Entwickler den empfohlenen Umsetzungen bei der Programmierung der Apps nicht folgten und geheime Schlüssel direkt in den Quellcode einbetteten. Ihnen sei offenbar nicht bewusst, wie einfach Quellcode zurückübersetzt werden könne. Im März 2014 hatten Forscher Zehntausende AWS-Zugangsdaten auf Github entdeckt.

Ursprünglich veröffentlicht:

www.golem.de/news/

40% der Deutschen an Smartwatch interessiert

Mit dem Start der Apple Watch ist wohl mehr Bewegung auf dem Smartwatch-Markt, auch in Deutschland.

Die jüngste Bitcom-Studie hat heraus gefunden, dass etwas weniger als die Hälfte aller Befragten in Deutschland, nämlich 40 Prozent, ein generelles Interesse an der Nutzung der Smartwatch haben. Unter anderem will die größte Gruppe der Interessenten (68 Prozent) die Messages lesen, die sie für gewöhnlich auf einem iPhone lesen würden. Mehr als die Hälfte aller potentiellen Anwender wollen die Gesundheitsdaten wie verbrannte Kalorien, zurückgelegte Strecke oder die aktuelle Herzfrequenz messen. Der Bitcom-Experte Timm Lutter fasst zusammen: „Ein großer Vorteil der Smartwatch ist, dass man sein Smartphone in der Tasche lassen kann und trotzdem nichts verpasst.“

Die Bitcom-Studie hat auch nach den Gründen gefragt, warum die potentiellen Interessenten keine Smartwatch in der nächsten Zukunft nutzen wollen. Als größte Bremse dient der Preis, rund 40 Prozent aller Smartwatch-Interessenten geben dies als Grund für die Nichtnutzung. Insgesamt 55 Prozent der potentiellen Smartwatch-Nuzter sind um die Datensicherheit besort – 30 Prozent fürchten sich vor dem Datenmissbrauch, 25 Prozent – vor Hackerangriffen.

In der Bitcom-Studie haben 1011 Bundesbürger ab 14 Jahre teilgenommen. Die Studie ist somit repräsentativ.

Übernommen aus:

www.macwelt.de/news

Der Windows-Siegeszug begann heute vor einem viertel Jahrhundert

Genau 25 Jahre ist es heute her, dass Microsoft faktisch der Durchbruch beim Umstieg auf ein Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche gelang. Am 22. Mai 1990 wurde Windows 3.0 durch Bill Gates offiziell vorgestellt und legte den Grundstein, für die spätere Dominanz des Unternehmens. Bis zu diesem Zeitpunkt hinkte Microsoft hinter der Entwicklung eindeutig her. Schon sechs Jahre zuvor hatte Appleauf seinem Macintosh den Siegeszug der grafischen Benutzeroberflächen eingeleitet. Zwar versuchte auch Microsoft nachzuziehen und seine mühsam mit MS-DOS erworbene Stellung zu halten, doch konnten die ersten Fassungen einer eigenen GUI nicht gerade überzeugen. So war im PC-Bereich erst einmal IBMs OS/2 das Maß der Dinge.

Doch hinter den Kulissen hatten Microsoft-Entwickler bereits begonnen, die Grundlagen für wesentliche Verbesserungen zu legen – erst einmal ohne Wissen des Managements. Erst als das Verhältnis zu IBM zunehmend abkühlte legten sie ihre Arbeiten Steve Ballmer vor, der schnell überzeugt werden konnte.

Während es hier erst einmal um entscheidende Veränderungen unter der Haube ging, hielten mit Windows 3.0 letztlich verschiedene Neuerungen Einzug, die den endgültigen Abschied von der DOS-Eingabeaufforderung einläuteten. Während letztere beim Start der früheren Windows-Fassungen automatisch erschien, weil sie noch immer die entscheidende Eingabemöglichkeit war, folgte nun der Bruch.

Stattdessen konnten die Nutzer nun über den Programm-Manager auf ihre Anwendungen zugreifen, die sich in Form grafischer Icons präsentierten. Hinzu kam ein grafischer Datei-Manager, mit dem sich durch die Ordner auf dem Speichermedium navigieren ließ. Doch nicht nur das: In Windows 3.0 waren die Dateiendungen nun auch bestimmten Anwendungen zugeordnet. Das ermöglichte es, dass das Anklicken des gewünschten Dokumentes dafür sorgte, dass etwa die Textverarbeitung startete und den Inhalt zeigte. Bis dahin musste erst die Anwendung gestartet und mit dieser dann die benötigte Datei geöffnet werden.

Hinzu kam, dass sich verschiedenste Einstellungen auch über eine komplett grafisch aufgearbeitete Systemsteuerung vornehmen ließen. Das eröffnete einer wesentlich breiteren Gruppe von Nutzern Zugang zu wichtigen Optionen, die zuvor nur mühsam über kryptische Angaben in Konfigurations-Dateien zu verändern waren.

Neben zahlreichen technischen Neuerungen waren es aber auch verschiedene mitgelieferte zusätzliche Anwendungen, die Windows 3.0 bei einer steigenden Zahl von Usern beliebt machte. Dazu gehörten das neue Zeichenprogramm Paintbrush, das nun auch Farben unterstützte, der Rekorder, mit dem sich Makros aus Tastatur- und Maus-Eingaben aufzeichnen ließen, sowie ein Rechner mit wissenschaftlichem Modus. Erleichtert wurde der Einstieg in die neue Oberfläche durch ein Hypertext-basiertes Hilfesystem.

Windows 3.0 wurde so schnell zum Kassenschlager. Drei Millionen verkaufte Kopien binnen der ersten sechs Monate waren zum damaligen Zeitpunkt ein sehr beachtlicher Wert. Da Privatkunden zu dieser Zeit noch eher Mangelware waren, legte Microsoft letztlich das regelrecht legendär gewordene Windows for Workgroups 3.11 nach, das in Unternehmen Support für Domain-Networking bereitstellte und den PC von der eigenständigen Arbeitsmaschine zum Bestandteil einer firmenweiten Netzwerk-Infrastruktur machte.

externer Link zum Artikel:

http://winfuture.de/news,87218.html

Verbraucherzentrale: Wochenlange Ausfälle bei Umstellung der Telekom auf All-IP

Verbraucherzentrale

Kunden der Deutschen Telekom klagen über Ausfälle bei der Umstellung auf das sogenannte All-IP. Vom Netzbetreiber kämen keine Antworten oder Hilfe, melden Betroffene einer Verbraucherzentrale.

Bei der Umstellung auf IP-Technik der Deutschen Telekom gibt es offenbar Probleme. Wie die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern berichtet, funktioniert „die Umstellung oft nicht, der Anschluss fällt wochenlang aus, Informationen über die Technik sind unzureichend und Hausnotrufe“ werden funktionsunfähig. Häufig erhalten die Betroffenen keine Antwort oder Hilfe vom Netzbetreiber, so dass sie längere Zeit ihr Telefon nicht nutzen können.

Auch andere Netzbetreiber stellen auf All-IP um oder haben das bereits getan. Jürgen Fischer vom Vorstand der Verbraucherzentrale sagte Golem.de auf Anfrage: „Die Beschwerden kommen von Kunden der Telekom. Dort gibt es die Probleme offenbar am häufigsten.“ Europaweit seien bereits rund acht Millionen Anschlüsse auf IP-Technik umgestellt, davon in Deutschland fünf Millionen, erklärte die Telekom im März 2015.

Von dem Ultimatum der Telekom, die Sprachtelefonie auf VoIP umzustellen oder gekündigt zu werden, sind 300.000 Kunden betroffen. Golem.de berichtete am 23. September 2014, dass die Telekom begonnen hatte, die VoIP-Umstellung in den 54 Städten, in denen zuerst VDSL angeboten wurde, mit Kündigungsdrohungen durchzusetzen. Angeschrieben wurden nur Kunden, deren Vertrag in einigen Monaten auslief und die einen PSTN/ISDN-Anschluss hatten. Ziel war es, bis zum Ende des Jahres 2018 das gesamte Netz in Deutschland auf IP-Technologie umzustellen.

Die Umstellung wurde oft bei einer Tarifänderung vorgenommen. „Das ist nicht akzeptabel. Anbieter müssen Verbraucher ausreichend über die anstehenden Änderungen und Folgekosten informieren, eine Umstellung darf nicht so nebenbei stattfinden“, sagte Matthias Wins, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale. Darüber hinaus erfolge die Umstellung nicht im Rahmen der noch verbleibenden Vertragslaufzeit des aktuellen Vertrages. Stattdessen müsse der Verbraucher neue Verträge mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten abschließen oder aber den Anbieter wechseln.

Rechtlich darf die Telekom Kunden nicht ohne neuen IP-Vertrag umschalten.

 

http://www.golem.de/news/

NSA wollte Google Play Store infiltrieren

Die NSA hat laut Snowden-Dokumenten versucht, die App-Marktplätze von Google und Samsung zu infiltrieren.

Neue Dokumente des NSA-Whistleblowers Edward Snowden liefern Hinweise darauf, dass die NSA (National Security Agency) vor einigen Jahren versucht hat, die App-Marktplätze Google Play Store und den Samsung App-Store zu unterwandern. Das berichtet die investigative Enthüllungs-Plattform The Intercept nach einer Auswertung der Dokumente.

Ziel des Geheimdienstes seit es demnach gewesen, sich über die App-Marktplätze den Zugriff auf die Smartphones und Tablets zu verschaffen. Dazu wollte sich die NSA in die verschlüsselte Verbindung zwischen den Smartphones und den App-Marktplatz-Servern einklinken, um Spionagesoftware auf Geräten installieren zu können, die sie abhören wollte. Über diese Spionagesoftware hätten die Geheimdienstlern dann beispielsweise Daten über die Zielperson sammeln können. Zum Plan habe aber auch gehört, eine Zielperson mit falschen Informationen zu versorgen.

An den Plänen zur Infiltrierung der App-Marktplätze waren laut den Snowden-Dokumenten neben der NSA auch Geheimdienstler aus Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien beteiligt. Das Kollektiv wird auch als „Five Eyes“ bezeichnet. In Workshops wurde beraten, wie die Pläne umgesetzt werden könnten.

NSA kann Viren in jeder Festplatte verstecken

Dabei wurde auch eine schwere Sicherheitslücke im UC Browser entdeckt, der in Asien besonders beliebt ist. Die Lücke erlaubte ein Ausspähen von SIM-Karten-Nummern, Telefonnummern und anderen Daten. Die Menschenrechtsorganisation Citizen Lab hatte die Lücke im vergangenen Jahr an die Entwickler des Browsers gemeldet. Diese gaben damals an, nichts von der Lücke früher gewusst zu haben. Die Geheimdienstler hatten also die Information über die Lücke – wie in vielen anderen Fällen auch – für sich behalten und nicht an die Entwickler gemeldet, obwohl von der Lücke viele hundert Millionen Nutzer betroffen waren.

Die Dokumente von Snowden verraten nicht, was letztendlich aus den Plänen wurde. The Intercept hat dazu Anfragen an alle Mitglieder des „Five Eyes“ versendet. Eine Antwort aber bisher nicht erhalten.

„Bitte bleiben Sie am Apparat!“ – Mit diesen vier Tricks hängen Sie nie wieder in der Hotline-Warteschleife

„Bitte bleiben Sie am Apparat! Bitte bleiben Sie am Apparat!“ – Und dann: Gedudel. Viele Menschen dürften diesen Ablauf nur allzu genau kennen. Wer Probleme mit technischen Geräten oder Software hat, muss mit etwas Pech gleich mehrere Stunden in so einer Warteschleife .

So unausweichlich die Warteschleife scheint, man ist ihr nicht komplett ausgeliefert: Mit diesen Tricks überlisten Sie die Computerstimme und kommen schneller mit den Experten der Netzbetreiber ins Gespräch.

Oft werden Sie am anderen Ende der Leitung von einer generischen Computerstimme begrüßt, die Ihnen geduldig alle möglichen Optionen vorliest oder ein bestimmtes Stichwort von Ihnen hören möchte. Dabei wollen Sie doch einfach nur mit einem echten Menschen sprechen. Diese Computerstimme können Sie mit einem einfachen Trick überlisten.

Der funktioniert wie folgt: Die Netzbetreiber nehmen Rücksicht auf Menschen mit Sprachbehinderung. Daher gibt die Computerstimme oft nach etwa drei Versuchen auf, wenn Sie einfach in den Hörer schweigen oder keine der geforderten Tasten drücken. Manchmal hilft es auch, unverständliche Wörter vor sich hin zu brabbeln. Schon versteht der Computer Sie nicht mehr und Sie werden mit einem echten Menschen aus Fleisch und Blut verbunden.

Wenn Probleme auftreten, wollen die meisten Nutzer sofort eine Lösung. Die Mühlen von E-Mails und Kontaktformularen mahlen dagegen langsam. Daher greifen viele Kunden zum Telefon, um den Betreiber zu erreichen. Gerade hier drohen jedoch die langen Wartezeiten. Über die weniger bekannten Chat-Alternativen kommen Sie meist schneller an das Ziel.

So bietet die Telekom (hier) einen Video-Chat an, der Sie ohne lange Wartezeiten mit einem Mitarbeiter verbindet. Alternativ erfolgt der Kontakt per Text-Chat. Auch O2 bietet mit dem „Bestell-Chat“ ein ähnliches Feature an. Der Chat kann nicht nur für Bestellungen genutzt werden, sondern hilft auch bei allgemeinen Problemen. Die Chat-Funktion von Vodafone ist etwas versteckt, hier müssen Sie auf der Kontakt-Seitein der rechten Leiste auf das Chat-Symbol klicken. Schon kümmert sich ein Mitarbeiter um Sie. E-Plus bietet keinen eigenen Chat an.

Die Webseite Gethuman.com listet Direktverbindungen auf, die Sie sofort mit einem Menschen verbinden sollen. Ganz ohne Warteschleife und Computerstimme. Suchen Sie dafür nach der Firma, beispielsweise Telekom oder Vodafone, und folgen sie den Anweisungen. Problem: Die Webseite ist Englischsprachig und hat nicht alle deutschen Firmen in der Datenbank gespeichert.

Hier kann 0180.info helfen. Die Seite bietet ein umfangreiches Archiv von deutschen Firmen und löst die 0180-Nummern auf. So kommen Sie nicht nur schneller ans Ziel sondern telefonieren auch noch günstiger.

Schnell in der Mittagspause die Mobilfunk-Hotline anrufen? Ganz schlechte Idee. Denn auf diesen Gedanken sind Tausende andere Kunden auch gerade gekommen. Vermeiden sie daher die Hauptanrufzeiten während der Mittagspause (12.00 Uhr bis 14.00 Uhr) und nach Feierabend (ab 17.00 Uhr).

Die Telekom bietet einen 24-Stunden-Service an. Sie erreichen den Kundenservice über die 0800 33 01000 für Festnetz-Fragen und die 0800 33 02202 für Mobilfunk-Fragen. Spezielle Hotlines finden Sie hier.

Vodafone ist ebenfalls 24 Stunden am Tag zu erreichen. Sie kontaktieren den Kundenservice über die 0800 172 12 12  für Vertrags-Fragen und die 0172 229 02 29 für Prepaid-Fragen. Spezielle Auslands-Hotlines und Fax-Nummern finden Sie hier.

O2 setzt ebenfalls auf 24-Stunden-Betreuung. Sie erreichen den Kundenservice über die 0176 88 85 52 22 für Vertrags-Fragen und die 0176 88 85 52 82 für Prepaid-Fragen. Spezielle Fragen können Sie über das Online-Formular von O2.

E-Plus ist von 6.00 Uhr bis 23.00 Uhr zu erreichen. Sie kontaktieren den Kundenservice über die 0177 177 1000 für Vertrags-Fragen und die 0177 177 1150 für Prepaid-Fragen. Spezielle Hotlines finden Sie hier.

Übernommen aus:

http://www.focus.de/digital/

Wearable: Die Apple Watch enttäuscht die Alpha-Nerds

Der deutsche Blogger und Journalist Richard Gutjahr ist begeisterter Apple-Nutzer, der seine Nutzerschaft einst mit Selfie-Bildern vor Apple-Store-Schlangen versorgte. Manche würden ihn deshalb auch als „Fanboy“ bezeichnen – eine meist abwertend gemeinte Bezeichnung für Apple-Fans, denen eine allzu unkritische Haltung gegenüber dem kalifornischen Konzern unterstellt wird, weil sie in der Regel jedes neue Produkt bejubeln.

Diesmal allerdings ist Richard Gutjahr überhaupt nicht zum Jubeln zumute – und so wie ihm geht es einigen Apple-Nutzern, die gerne dem „Fanboy“-Lager zugerechnet werden.

Es geht um Apples neues Produkt, die Apple Watch, die seit Kurzem ausgeliefert wird. Gutjahrs anfängliche Begeisterung wich schnell der Ernüchterung, schreibt er in seinem Blog: Die Uhr sei zu kompliziert und die Apps darauf überwiegend sinnlos. Letztlich greife er doch immer wieder zum Smartphone. „Die Uhr wird schnell ihren Platz finden – in der Schublade, neben alten Ladekabeln und ausrangierten iPhone-Accessoires“, so sein vernichtendes Fazit.

 

Apple-Watch ist langsam

 

 

Und Gutjahr ist nicht allein: Der „The Verge“-Blogger Nilay Patel kritisiert, die Apple-Uhr sei langsam. Apps bräuchten lange, um zu starten und Apps, die Apple nicht selbst mit der Uhr ausliefert, sondern von Dritten im Store angeboten werden, würden teilweise gar nicht starten.

Das mag auch der Tatsache geschuldet sein, dass Entwickler bisher keine echte Apple Watch zur Verfügung hatten, um ihre Programme zu entwickeln, sondern diese per Software simulieren mussten. Doch auch bei der Kommunikation zwischen iPhone und Apple Watch soll es haken. Die Uhr kann nur in Kombination mit dem Apple-Smartphone verwendet werden.

Farhad Manjoo, Technik-Papst der „New York Times“, kritisiert die komplizierte Bedienung. Allerdings sieht er den Nutzen der Uhr darin, für weniger Ablenkung als das Smartphone zu sorgen – und zwar genau deshalb, weil sie weniger kann. Denn bei einem Klick auf einen Link in einer E-Mail beispielsweise passiert schlicht gar nichts. Das könnte einigen Nutzern schon mehrere Hundert Dollar wert sein, schreibt Manjoo.

 

Steve Wozniak verweigert sich der Apple Watch

 

In den ersten Nutzerberichten wird auch immer wieder die Qualität der bislang verfügbaren Apps kritisiert. „Bisher gibt es 3500 Apps und die meisten davon sind Mist“, schreibt Steve Kovach von „Business Insider“. Die Smartwatch sei eben in erster Linie eine Uhr – allerdings eine moderne, die etwas mehr kann als klassische Uhren. Daher sollte sie auch als solche gesehen werden.

Nicht wenige der bislang größten Apple-Fans haben auch gar kein Interesse an der Uhr. Sie tragen schlicht keine, sondern haben die Armbanduhr mit dem Aufkommen von Handys für sich abgeschafft. Zu den prominentesten Apple-Watch-Verweigerern dürfte wohl Steve Wozniak gehören – der Mann, der 1976 gemeinsam mit Steve Jobs Apple gründete. Bei einer Veranstaltung in Boston zweifelte Wozniak kürzlich grundsätzlich am Mehrwert der Uhr, berichtet das „Boston Business Journal“.

Das alles bedeutet allerdings keinesfalls, dass die Uhr zum Scheitern verurteilt ist. Was den meisten bisherigen Kritikern gefällt sind Optik, Tragegefühl und Verarbeitung der Uhr – und genau das dürften die Dinge sein, die der eigentlichen Zielgruppe der Uhr besonders wichtig sind. Denn mehr als jedes bisherige Produkt von Apple ist die Smartwatch eben Schmuck und Statussymbol – und zielt damit auf eine Kundengruppe, die sich der Konzern vor allem durch das iPhone zunehmend erobert hat.

 

Apple verprellt Profis

 

 

Der harte Kern der traditionellen Apple-Kundschaft wie Grafiker und Kreative könnten dabei jedoch auf der Strecke bleiben. Profi-Grafiker vermissen inzwischen nämlich auf der Mac-Plattform Funktionen wie 10-Bit-Farbunterstützung oder Treiber für professionelle 3-D-Programme. Kürzlich beschwerte sich ein führender Entwickler des populären 3-D-Grafikprogramms „Blender“ in einem offenen Brief an Apple.

In Onlineforen wird unter Grafikern diskutiert, ob Apples Mac-Plattform – lange Zeit die erste Wahl für die Bildbearbeitung – für professionelle Bildbearbeitung überhaupt noch geeignet ist. Unter Windows ist die Unterstützung von 10-Bit-Farbtiefe pro Farbkanal bei passender Hardware kein Problem.

Im Videoschnittbereich hatte die komplett neu geschrieben Version des Apple-Programms „Final Cut Pro“ bereits 2011 viele professionelle Anwender verprellt.

Wirtschaftlich ist die allmähliche Neuausrichtung von Apple nur folgerichtig: Bei einem Umsatz von 58 Milliarden Dollar entfielen im zweiten Quartal 2015 satte 40 Milliarden auf den Verkauf von iPhones – das ist absolut und relativ ein neuer Rekord. Apple hat sich so immer mehr zu einer iPhone-Company entwickelt.

 

Erstmals erschienen auf:

www.welt.de/wirtschaft/webwelt/